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Fr., 12. Juli 2013, 14:13 Uhr
Ausrichter und Titelverteidiger TSG Pfeddersheim setzte sich im Halbfinale mit 5: 0 gegen den ASV Nibelungen Worms durch / Wormatias U23 besiegt mit 4:0 TuS Neuhausen / Anpfiff für das Finale ist heute um 18 Uhr im Uwe-Becker-Stadion in Pfeddersheim
TSG trifft auf Wormatia: Neuauflage des letztjährigen Endspiels bei der 46. Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft
Zu ungestüm geht Simon Bekoe (rechts) in den Zweikampf mit dem Pfeddersheimer Angreifer Marcel Veek und verursacht einen Strafstoß, den Björn Miehe zum 2:0 für die TSG verwerten kann. Foto: Klaus Diehl
VON KLAUS DIEHL Sicherlich konnte dem Ausrichter TSG Pfeddersheim nichts Besseres passieren, als die Neuauflage des letztjährigen Endspiels. Damals setzte man sich beim Ausrichter SV Horchheim mit 3:0 gegen die jungen Wormaten durch. Ein Spiel, das stets eine gewisse Brisanz birgt. Doch gegenüber dem Vorjahr gibt es etliche Unterschiede. Pfeddersheim kommt diesmal die absolute Favoritenstellung zu, obwohl Spieler wie Kevin Gotel, Alex Nazarov, Marcel Edel und Sven Oswald wegen längerfristigen Verletzungen ausfallen. Doch zum einen wird man – wenn nichts Unvorhergesehenes passiert – die gleiche Mannschaft wie beim siegreichen Bitburger SWFV-Verbandspokal-Finale gegen Arminia Ludwigshafen aufbieten können und zum anderen scheinen die Neuverpflichtungen – wenn auch noch sehr junge Spieler – von der Qualität her höher einzustufen zu sein, als letztes Jahr. Wichtig ist aber wohl, dass Stammkeeper Thorsten Müller, der bisher in den Vorbereitungsspielen wegen einer Zehenverletzung fehlte, auflaufen kann. Dem neu verpflichteten Nicolai Rühm merkt man fehlende Spielpraxis durch ein Jahr Pause noch an. Besonders aber die verständlicherweise noch fehlende Feinabstimmung mit seinen Vorderleuten. Er genießt aber dennoch das Vertrauen von Trainer und Spielern, wenn er im Tor stehen muss. Ein gänzlich verändertes Bild bietet sich bei Wormatias Zweiter. Vom letztjährigen Kader sind mit Fabio Nagy, Maximilian Beck, Marco Stark, Mark Bullinger, Henrik Weisenborn und dem derzeit zusammen mit dem aus der eigenen U19 gekommenen Björn Weisenborn, beim Regionalliga-Kader in der Vorbereitung stehende Damian Kaminski, ganze sechs Spieler übrig geblieben. Nicht weniger als 18 neue und junge Spieler aus der eigenen U19, aber größtenteils alle aus dem hessischen Raum, sind mit dem Trainer-Bruder-Quartett Sascha, Christian, Simon und Daniel Eller dazu gekommen. Eine „junge Rasselbande“ mit dem neuen Kapitän und Routinier Marco Stark als Führungsspieler, die in ihrem ersten Spiel der 46. Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft die armen Pfiffligheimer Normannen mit 20:0 gnadenlos überrannten und abschossen. Dem folgte ein 5:0 gegen den SV Horchheim und ein schwerer als gedachter 4:0-Sieg im Halbfinale gegen den B-Ligisten TuS Neuhausen.
Wenn dieser Kader nicht unnötig abhebt, so kann man davon ausgehen, mit Wormatias U23 einen ernsthaften Kandidaten für den Aufstieg in die Verbandsliga zu haben. Man darf gespannt sein, wie sich diese junge Wormatia-Elf gegen die teilweise nur wenig älteren Pfeddersheimer – sie müssen sich mit der Favoritenrolle abfinden – behaupten kann. TSG-Coach Norbert Hess und seine Spieler wollten unbedingt in das Endspiel kommen, wenn auch darunter die allgemeine Saisonvorbereitung mit den wenig beliebten Ausdauer- und Intervallübungen nicht leiden durfte. Man kann davon ausgehen, heute ein schnelles, intensiv geführtes und gar torreiches Finale zu erleben, das um 18.30 Uhr im Uwe-Becker-Stadion in Pfeddersheim angepfiffen wird. Der Wormser Oberbürgermeister und Schirmherr dieser 46. Wormser Fußball-Stadtmeisterschaft wird anschließend die Siegerehrung vornehmen. Um 16 Uhr stehen sich im kleinen Finale der SV Horchheim und TuS Neuhausen, die positive Überraschungsmannschaft der Fußball-Stadtmeisterschaft gegenüber.
Halbfinale
TSG Pfeddersheim –
ASV Nibelungen Worms
5:0 (1:0)
Schon aufgrund des Fehlens wichtiger Stammspieler, machte man sich bei den „Grünen“ aus dem Wormser Norden vor dem Anpfiff keine besonders große Hoffnungen, gegen den zwei Klassen höher spielenden Oberligisten für eine Überraschung sorgen zu können. Zu allem Unglück verloren sie noch vor der Pause ihren Mittelfeldspieler Christopher Selzer, der nach einem Zweikampf gegen Dennis Seyfert mit einer schweren Knieverletzung in das Wormser Klinikum gefahren werden musste. „Man braucht nichts beschönigen. Das Einsteigen von hinten von Dennis Seyfert war wider die Regeln“, so ASV-Coach Arno Bauer. Pfeddersheim ging zwar in der 28. Minute durch Marcel Veek in Führung, doch die Nibelungen mit ihrem bekannten Ehrgeiz gerade bei der Stadtmeisterschaft, ließen bis zur 62. Minute nichts mehr zu. Erst als Simon Bekoe einen völlig unnötigen Strafstoß gegen Marcel Veek verursachte, konnte Björn Miehe den fälligen Elfer zum 2:0 einschießen. Danach traf Marcel Veek in der 69. und 70. Minute gleich zweimal zum 4:0, ehe Enis Aztekin in der 76. Minute für den 5:0-Endstand verantwortlich zeichnete.
VfR Wormatia Worms II –
TuS Neuhausen4:0 ( 1:0)
Im Spiel David gegen Goliath sammelten die A-Klassenabsteiger aus Neuhausen viele Sympathiepunkte bei den Zuschauern und beim Ausrichter TSG Pfeddersheim für ihr couragiertes Auftreten. Zwar gerieten sie in der 21. Minute durch einen direkt verwandelten Freistoß von Marc Bullinger in Rückstand, doch danach sorgten die Neuhauser mit ihrem neuen Spielertrainer Gerd Scheuermann dafür, dass es auf Wormatia-Seite sichtlich hakte. Neuhausen hatte gar in der zweiten Halbzeit den Ausgleich auf dem Fuß, aber der enteilte Scheuermann traf nur die Latte des Wormatia-Tores. Auch ihr Torhüter Andreas Hugel wusste sich mit Händen und Füßen bestens zu wehren, war aber in der 71. Minute machtlos, als Andrej Juric mit einem tollen Heber hoch in das rechte Tor-Dreieck zum 2:0 für die Wormaten traf. Das bis dahin sehr achtbare Ergebnis für den B–Ligisten wurde durch zwei Tore in der 88. und 90. Minute durch Farin Schaidaiy und Henrik Weisenborn leider etwas getrübt.