
Von Marcus Diehl › Eine schlagfertige Offensive ist momentan nicht vorhanden und die Defensive macht es dem Gegner in gewissen Situation zu einfach. Für Trainer Daniel Wilde ist die Aufgabe nicht so einfach eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz zu bringen. Bei der 0:2 Niederlage gegen den TuS Koblenz versuchten Waaris Bhaati und Patrick Huth in der Abwehr der Koblenzer die entscheidenden Lücken zu finden, leider vergeblich. Stürmer leben halt auch durch die Unterstützung und vor allem in der ersten Hälfte kam dazu aus dem Mittelfeld einfach zu wenig. Torszenen kamen nicht zu Stande.
Die Gäste bestimmten das Mittelfeld und mit Dylan Esmel hatten sie einen ständigen Unruheherd im Sturm aufzubieten. Genau der Stürmertyp den Trainer Wilde nicht zur Verfügung hatte. Kämpferisch konnte der Mannschaft nichts angekreidet werden. Wenn nicht immer wieder so kleine Fehler im Aufbauspiel passieren würden. Eine routinierte Mannschaft wie die Koblenzer nutzen solche Dinge sofort aus. Dylan Esmel bekommt im Strafraum den Ball, lässt Nils Gans ins Leere laufen und seine Flanke kommt genau zu Armend Qenaj. Völlig freistehend hatte er keine Mühe aus sechs Meter Torhüter Patrick Stofleth zu überfinden. Ein verdienter Führungstreffer für die Gäste. Denn kurz davor hatten die Pfeddersheimer das Glück auf ihrer Seite, als Benjamin Himmel auf der Torlinie gerade noch den Ball abwehren konnte. Ansonsten hatte der TuS auch nicht mehr viel zu bieten. Alles war aufs Tor oder in Richtung der TSG kam, war eine leichte Beute für Torhüter Stofleth, der seinen Strafraum immer im Griff hatte.
Zur zweiten Hälfte reagierte Trainer Wilde mit zwei Auswechslungen. Kenan Dogan übernahm die rechte Abwehrseite von Suhwan Lee und Luca Graciotti kam für Tobias Bräuner. Graciotti rückte in den Sturm. Sofort war auch mehr Belebung im Pfeddersheimer Spiel, vor allem über Dogan kam mehr Dynamik hinzu. Die beste Gelegenheit hatte Fabio Schmidt, dessen Kopfball klärte Torhüter Bast gerade noch so mit den Fingerspitzen und Luca Graciotti. Dessen Schuss wurde von der Defensive gerade noch abgeblockt. Der wäre gefährlich aufs Koblenzer Tor gekommen. Die TSG katte gegenüber der 1. Hälfte mehr Spielanteile, waren auch viel besser im Spiel. So richtige 100 Prozentige Torchancen konnten aber nicht herausgespielt werden. Gegen die Koblenzer Abwehr gab es kein Durchkommen.
Im Laufe der 2. Hälfte wurde die Abwehr mit einigen Auswechslungen noch zusätzlich verstärkt. Es wurde immer schwieriger für die TSG Torgelegenheiten zu kreieren. Sie hatten keine passende Antwort parat. Es gilt nur zu hoffen das Sebastian Kaster und Vlaznim Dautaji bald wieder zur Verfügung stehen werden. Für die Entscheidung sorgte Dylan Esmel nach 80. Minuten. Mit einer schönen Einzelleistung überraschte er Torhüter Stofleth. Trotz Bedrängnis schlägt sein Schuss im kurzen Eck zum 0:2 im Tor ein. Das war die Entscheidung. Die TSG war an diesem Tage nicht mehr in der Lage das Spiel irgendwie zu drehen.
Mit einer eingespielten Offensive wäre für die TSG etwas möglich gewesen. Auch wenn die Gäste nun Tabellenführer sind, eine Übermannschaft stellten sie in Pfeddersheim nicht dar. Die TSG ist auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht und müssen am Sonntag bei der SG Mühlheim-Kärlich antreten. Die SG hat sechs Punkte mehr auf dem Konto als die TSG und belegen den fünften Platz in der Tabelle, der gerade noch so für die Meisterrunde reichen würde.
TSG: Stofleth – Lee (46. Dogan), Himmel, Gans, Ludwig (57. Yücel) – Oehler, Haber (83. Nassery), Schmidt – Huth, Bräuner (46. Graciotti), Bhatti (75. Schubach).