
Von Marcus Diehl › Die letzte Entscheidung in der Aufstiegsrunde der B-Klasse Alzey-Worms ist gefallen. Die beiden als Aufsteiger schon feststehenden SG Wallertheim/Sulzheim und der TSV Rhenania Rheindürkheim spielten in einem Entscheidungsspiel den Meister der B-Klasse aus. Es ist mehr als eine verdiente Meisterschaft für das Team um Trainer Steffen Keller. Sie stehen zu Recht ganz oben in der Tabelle. Das haben sie beim klaren 4:0 (3:0) Sieg im Spiel um den Titel eindrucksvoll untermauert.
Die SG Wallertheim/Sulzheim war damit noch gut bedient. Vor allem die Offensive der Rhenania agierte mit viel Speed und war dadurch kaum auszuschalten. Dazu kam Mittelfeldmotor und Antreiber Jonas Werle, der diesmal noch als Torschütze glänzen konnte – als dreifacher Torschütze der Spieler des Tages. Beim frühen ersten Tor hatte er das Glück, dass der Ball unhaltbar abgefälscht wurde.
Per Kopf erzielte er das 3:0. Nach dem Lattentreffer von Maximilian Mitte stand er am richtigen Fleck. Das letzte Tor ging ebenfalls auf seine Kappe. Aus ca. 20 Metern knallte er den Ball mit viel Effet unter die Latte. Doch mit seinem Partner im Mittelfeld, Timo Widder, hatte die Rhenania einen weiteren Zauberfuß in ihren Reihen. Beim 2:0 in der 16. Minute zirkelte Timo, einen direkt verwandelten Freistoß in die Maschen. Trainer Steffen Keller: „Für mich, das beste Spiel der Saison.“
Sie setzten sich selber das Sahnehäubchen einer fast perfekten Saison, in der sie die Tabelle fast immer angeführt haben. Die Gruppe Süd haben sie mit Bravour ausgespielt. Nur eine Niederlage wurde kassiert. Erst in der folgenden Aufstiegsrunde wurden sie aber so richtig gefordert. Die fünf Teams aus dem Alzeyer Raum konnten die Rhenania unter Druck setzen. „Gesagt haben alle, ihr seid schon so gut wie durch, euch kann nichts passieren. Gerade dabei besteht aber die Gefahr nachzulassen und das haben die Jungs, sehr konzentriert und seriös angenommen“, so Steffen Keller voller Stolz.
Sonntag für Sonntag war es eine hohe Belastung für das Team. Jeder einzelne Punkt musste hart erkämpft und erspielt werden. Die Spieler haben standgehalten. Jeder kleine Rückschlag wurde eine Woche später gekontert. Wie jetzt beim Entscheidungsspiel wurde die Niederlage drei Tage zuvor eindrucksvoll ausgebessert. Es ist das Kollektiv, das die Rhenania stark macht. Eine sehr gute Mischung von Jung und Alt.
Einige Akteure haben außer der Rhenania noch keinen anderen Verein kennengelernt. Sie sind verwurzelt mit dem Verein. Das gilt natürlich auch für Trainer Steffen Keller. Er ist jetzt schon viele Jahre im Verein dabei und gehört inzwischen zum Inventar.
Wenn ein Fußballer den Verein einmal verlassen hat, kommen sie aber gerne wieder zurück und werden mit offenen Armen empfangen. So war es auch bei Fabien Kunze, ein weiteres Urgestein der Rhenania. Er spielte einige Jahre höherklassig in Herrnsheim und Eich – und fand den Weg wieder zurück. Für ihn ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, den aktiven Fußball ad acta zu legen. Verbunden bleibt er der Rhenania aber weiterhin. Er wird sich in die Belange der Jugendarbeit einbringen.
Der Betriebsunfall mit dem Abstieg im Vorjahr wurde ausgebügelt. Jetzt gilt es für das Team zu zeigen, dass sie A-Klasse können. Das weiß auch Steffen Keller. Er ist dabei sehr zuversichtlich und kennt dabei die Gesetze des Fußballs. „Es liegt nur an uns. Machen wir unsere Arbeit gut, halten wir die Klasse, machen wir die Arbeit nur halbherzig, dann halten wir die Klasse nicht.“