Seit vielen Jahren ist das Frauencafé der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen im Warbede Frauenzentrum als Selbsthilfecafé konzipiert und Teil des niedrigschwelligen Angebotes des Frauennotrufs. Zwei Mal die Woche – Montags von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 17 Uhr – treffen sich Frauen, um zu plaudern, Aktuelles und Alltägliches zu besprechen und Spaß in einer geselligen Runde zu haben. Im Café werden in Abgrenzung zur Beratung nicht die Schwierigkeiten einzelner Frauen besprochen, sondern es wird gelacht, diskutiert, Lösungen für praktische Probleme gesucht und manchmal einfach nur zugehört.
„Im Frauencafé sind Frauen, die so wie ich Leid und Schmerz erfahren haben, Frauen mit denen ich mich verbunden fühle und denen ich mich nicht erklären muss“, erklärt eine Besucherin des Frauencafés. „Die Tatsache, dass hier im Alltag keine Männer sind, macht es zusätzlich zu einem sicheren Ort, wo ich zur Tür reingehe und die Welt bleibt draußen.“
Für manche Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, ist die Hürde Unterstützung in Anspruch zu nehmen sehr hoch. Sie befürchten, dass sie dann „alles“ erzählen müssen, möglicherweise zu einer Anzeige gedrängt oder nur noch als Opfer gesehen werden.
„Mit dem Café möchten wir Frauen die Möglichkeit bieten, unsere Räumlichkeiten und die Beraterin in ungezwungener Atmosphäre kennen zu lernen, ohne sich gleichzeitig als Betroffene erkennen zu geben“, erzählt Annette Hölter, „so können manche Vorannahmen schnell ausgeräumt werden“.
Die beiden Mitarbeiterinnen Regina Mayer und Annette Hölter betreuen das Frauencafé und erleben wie Besucherinnen bei der Mitorganisation, sowie an der Renovierung und Instandhaltung der Räume mit großer Freude mitwirken.
Neue Frauen, die beim Frauencafé gerne dabei sein möchten, erhalten weitere Informationen unter Telefon 06241/41 25 95 oder kommen einfach zu den Café-Öffnungszeiten vorbei.
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