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  • Mo., 19. August 2019, 11:15 Uhr
    Fußball Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Pfeddersheim erlebt in englischer Woche erst 2:8-Heim-Desaster, entlässt neues Trainer-Duo und quittiert mit einem 0:2 beim FV Diefflen vierte Pleite in Serie

    Turbulente Tage für die TSG

    Unter den beiden jungen Trainern Marc Heidenmann und Christoph Hartmüller war Daniel Wilde seit Juli 2018 als Co-Trainer der TSG Pfeddersheim aktiv. Nun soll der 31-Jährige den miserabel in die Saison 2019/2020 gestarteten Fußball-Oberligisten vorerst einmal als Interimstrainer betreuen. Foto: Felix Diehl


    VON JÜRGEN JAAP | 70 Stunden im Spätsommer 2019, die beim Fußball-Oberligisten TSG Pfeddersheim tiefe Spuren hinterlassen. Drei turbulente Tage, die sich im Zeitraffer wie folgt lesen. Mittwochabend, 14. August, 19.30 Uhr: Desaströse 2:8-Heimpleite der sonst so heimstarken TSG gegen den FC Hertha Wiesbach. Donnerstag, 15. August: Gespräche zwischen Dennis Dell, dem jungen Sportlichen Leiter, und Heinz Ueberschär, dem engagierten Ersten Vorsitzenden, über die sportliche Zukunft der TSG Pfeddersheim in der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar. Freitag, 16. August: Eine schwierige Entscheidung ist gefallen. Die Trennung vom gerade erst kurz vor der Saison verpflichteten Trainer-Duo Christoph Hartmüller und Steffen Klein wird vollzogen. Samstag, 17. August, 13.30 Uhr: Der bisherige Co-Trainer Daniel Wilde betreut das Oberliga-Team als Interimstrainer im Gastspiel beim FV Diefflen. Die TSG Pfeddersheim kassiert im Saarland mit einem 0:2 (0:1) die vierte Niederlage in Serie, rutscht am fünften Spieltag der noch jungen Saison auf den vorletzten Tabellenrang ab. Während der Gastgeber den Sprung an die Tabellenspitze feiert, endet für die Wormser Fußballer eine englische Woche, die richtig aufs Gemüt schlug.

    Interimstrainer Daniel Wilde coacht TSG in Diefflen

    Dass er im Saarland beim FV Diefflen zusammen mit Dennis Dell die sportliche Verantwortung für die TSG-Oberliga-Truppe trägt, hätte sich Daniel Wilde zu Beginn der aufregenden letzten Woche wohl kaum ausmalen können. Beim FV Diefflen, der sehr gut in die neue Spielzeit gestartet ist, coachte der 31-Jährige jedenfalls anstelle von Chef-Trainer Christoph Hartmüller und dem zweiten Co-Trainer Steffen Klein. Am Freitag hatte Dennis Dell das neue Trainer-Duo in Absprache mit Vereinsboss Heinz Ueberschär nach gerade einmal vier Pflichtspielen freigestellt. „Das hat einfach nicht gepasst. Speziell der Draht zu den Spielern war nicht optimal“, nannte Heinz Ueberschär einen maßgeblichen Grund für die Trennung neben der sportlichen Talfahrt in den vergangenen Spielen. Der TSG-Vorsitzende bedauere die Entscheidung zwar, „weil Christoph menschlich absolut nichts vorzuwerfen sei“. Vorerst hat also der junge Daniel Wilde das TSG-Zepter in der Hand. „Im Moment planen wir für das nächste Spiel zu Hause gegen Röchling Völklingen mit Interimstrainer Daniel Wilde“, erklärte Heinz Ueberschär kurz nach der 0:2-Pleite in Diefflen.

    TSG steht stabil, gerät aber doch in Rückstand

    Eine 0:2-Niederlage für die Truppe um Daniel Wilde beim neuen Oberliga-Klassenprimus, die zumindest einmal die Tauglichkeit der Pfeddersheimer Elf 2019/2020 für die fünfthöchste deutsche Spielklasse nicht wie am Mittwochabend zuvor in Abrede stellte. Daniel Wilde stellte das Team gegenüber dem Wiesbach-Debakel auf drei Positionen um. Für Akira Udagawa, Luftrim Kodraliu und Mohamedadem Kassa rückten Christopher Ludwig in die Viererkette, Nils Anhölcher auf die Zehner-Position und Maurice Müller in den Sturm der TSG-Startelf. Benjamin Himmel sollte der Defensive auf der Sechser-Position Sicherheit geben. „In einer ausgeglichenen Partie mit wenigen Torchancen hatten wir beim Gegentreffer einfach Pech“, sah Daniel Wilde seine Taktik durchaus fruchten. Ein abgefälschter Schuss von Fabian Poß, der dadurch unhaltbar für Torwart Daniel Diel im TSG-Tor einschlug, machte die gute Defensiv-Arbeit der Gäste aber zunichte (28.).

    Unglückliche Niederlage für Pfeddersheim

    „Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu“, brachte Heinz Ueberschär das Match seiner Mannschaft auf den Punkt. Nach dem Gegentreffer bestimmte nämlich die TSG das Spiel, hatte bei einem Schuss von Maurice Müller aus kurzer Distanz nach Flanke von Sebastian Kaster (40.), einem Gegenstoß von Sebastian Kaster (52.) und einem geblockten Schuss des eingewechselten Shuntaro Kawabe (64.) weitere Torchancen. „Das waren zwar keine hundertprozentigen Dinger, aber wir waren am Drücker“, befand Daniel Wilde. Als die Kräfte der TSG’ler schließlich nachließen, entschied ein Fehler der Pfeddersheimer im Spielaufbau die Partie. Merouane Taghzoute schloss den Konter zum 2:0 für Diefflen ab (86.). Wieder keine Punkte für die TSG und nunmehr der vorletzte Tabellenrang. Aber immerhin hatte Heinz Ueberschär einen kleinen Lichtschimmer am Horizont in Diefflen für seine Mannschaft parat: „Auch letzte Saison legten wir keinen guten Start hin.“ Nach fünf Spieltagen hatte die TSG vier Zähler auf dem Habenkonto und damit nur ein Pünktchen mehr als diese Saison. Am Ende stand aber ein toller Rang drei zu Buche …

    Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar:
    FV Diefflen – TSG Pfeddersheim 2:0 (1:0)
    TSG Pfeddersheim: Diel – Lutz, Mathias Tillschneider, Ludwig, Weisenborn – Himmel – Bräuner (80. Kassa), Anhölcher (66. Kodraliu), Schmidt – Kaster, Müller (53. Kawabe).
    Tore: 1:0 Poß (28.), 2:0 Taghzoute (86.).
    Zuschauer: 252
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