Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Sport » Turbulente Woche endet mit Niederlage
So., 20. November 2022, 14:00 Uhr
TSG: Pfeddersheim verliert in der Nachspielzeit
Turbulente Woche endet mit Niederlage
Als Kapitän hatte Tobias Bräuner viel Arbeit, unter der Woche, die Mannschaft wieder aufzurichten. In Koblenz geht er mit seinem Engagement und Einstellung als Vorbild voran. Archivfoto: Felix Diehl
Interimstrainer Björn Miehe hatte, in der kurzen Zeit vor dem Auswärtsspiel gegen den Tabellenführer TuS Koblenz, jede Menge Aufgaben. Die Spieler mussten erst einmal moralisch aufgebaut werden, nach dem Abschied des Cheftrainers. Dazu noch das schwere Spiel beim Spitzenreiter, der seine letzte Niederlage am zweiten Spieltag hinnehmen musste und wenn es schon negativ läuft, dann aber richtig. Gegenüber dem letzten Heimspiel gegen Gonsenheim, mussten noch Torhüter Patrick Stofleth, Luca Graciotti, Patrick Huth, Vlaznim Dautaij und Fabio Schmidt, aus unterschiedlichen Gründen, ersetzt werden.
Aufopferungsvoller Kampf
Der Höhepunkt der verrückten Woche spiegelte sich im Zeitpunkt des entscheidenden Tores. Nach einem aufopferungsvollen Kampf ist in der 91. Minute durch Erijon Shaqiri das goldene Tor für den TuS Koblenz gefallen. Trainer Björn Miehe: „Brutal Bitter für meine Mannschaft. Ein Tor in der Minute 90+1. Absolut keinen Vorwurf an das Team. Das wir kein Offensiv Feuerwerk abliefern werden, war jedem klar. Nach solch einer Woche hat jeder, alles reingehauen und dem TuS das Leben schwer gemacht. Leider haben wir uns nicht belohnt. Ist extrem schwer.“
In den ersten zehn Minuten in der Partie konnte schlimmes erahnt werden für die TSG. Doch der TuS konnte seine zwei Großchancen nicht nutzen und vor allem bei der zweiten Gelegenheit haben sie sich mit einer Slapstick Einlage selber im Weg gestanden. Danach kam die TSG viel besser in das Spiel hinein. Vor allem kämpferisch zeigten sie eine überzeugende Partie und stellten die Gastgeber vor eine schwere Aufgabe. Was dem Koblenzer Trainer Michael Stahl überhaupt nicht schmeckte: „ Wir haben nicht mit einer Mannschaft gerechnet, die alles vergisst, was sie vorher schon gut gemacht haben. Respekt an die TSG, nach so einer Woche haben sie alles reingehauen. Bei jedem Abschluss gab es Druck von der TSG.“
Ohne große Höhepunkte
Die TSG beschränkte sich nicht nur auf die Abwehrarbeit. Es gab über die ganze Spielzeit ausgeglichene Phasen, auch mit mehr Ballbesitz für die TSG. Außer einige Halbchancen sprangen leider dabei nicht hinaus. So ereignet sich nach der Anfangsphase eine Partie ohne große Höhepunkte. Nach der Pause wieder starker Beginn vom TuS. Mit einer extremen Druckphase hatte die TSG ihre Probleme sich zu befreien. Doch mit viel Leidenschaft wurde auch dies schadlos überstanden. Die Gastgeber schwächten sich in der 67. Minute durch eine glatte Rote Karte für Umut Sentürk. Das Überzahlspiel der Pfedersheimer dauerte nur bis zur 78. Minute.
Innerhalb von sechs Minuten holte sich Waaris Bhatti zweimal die gelbe Karte ab. Natürlich erhöhten die Koblenzer noch einmal die Intensität. Die Defensive um Torhüter Sören Pätzold überstanden alle heiklen Situationen. Leider nur bis zur Nachspielzeit. Die Außenbahn stand einen Augenblick zu hoch und das konnte der TuS überragend ausnutzen.
Stolz auf den Auftritt der Mannschaft
Eine Niederlage die in der jetzigen Lage sehr ärgerlich ist. Einen Punkt mitzunehmen, wäre aufgrund der Leidenschaft und der Einstellung verdient gewesen. Vor allem der sportliche Leiter Marc Bullinger war mehr als zufrieden mit seinem Team: „ Bin sehr stolz auf den Auftritt der Mannschaft. Wir haben zwei Tage lang mit den Spielern Gespräche geführt. Danach ging der Kopf wieder nach oben und es gab die „Jetzt erst recht“ Situation. Der Blick geht nur noch nach vorne. Die Spieler haben selber untereinander sehr viel geredet.“
Eine Wasserstandsmeldung über die Trainersuche konnte Bullinger nur so viel bekannt geben: „ Es gibt noch nichts Neues.“ Bei der TSG sind mit Björn Miehe und Benjamin Himmel nun auch keine Newcomer am Werk. Beide haben in höherklassigen Ligen gespielt und dabei ihre Erfahrungen gesammelt. Beide sind schon etwas länger im Verein, kennen die Abläufe und Björn Miehe ist schon seit einigen Jahren als Trainer aktiv. Jetzt stehen noch drei Spiele für die TSG in diesem Jahr auf dem Programm. Alle drei Mannschaften stehen in der Tabelle hinter Pfeddersheim. Jetzt muss gepunktet werden, um das erklärte Ziel zu erreichen. Noch ist die Meisterrunde nicht verloren.