
Von Marcus Diehl › 31 Punkte erspielt in 18 Begegnungen. Die U21 der Wormatia liegt auf dem 7. Platz in der Landesliga Südwest. Auf den Relegationsplatz sind es elf Punkte Differenz. Mit Blick auf die möglichen Abstiegsplätze hat das Team siebzehn Punkte Vorsprung. Das ist alles kein Grund für den VfR, die Hände in den Schoss zu legen.
Für Jannik Hoch, zuständig für die Torhüter im Trainerteam, könnte in einem optimalen Verlauf noch ein Angriff auf die vorderen Plätze gestartet werden. „Klar sind das einige Punkte, aber der FSV Schifferstadt hat vor wenigen Jahren vorgemacht, dass es definitiv möglich ist. Wenn wir eine Serie starten, sehe ich keinen Grund, weshalb wir nicht noch einmal oben angreifen sollten.“
Bisher kassierte das Team in der laufenden Runde nur drei Niederlagen. Was eigentlich einen guten Wert darstellt. Mit sieben Unentschieden steht in der Tabelle aber auch kein Fortgang zu Buche. Weshalb die Verantwortlichen der Wormatia die bisherige Saison auch aus zwei Gesichtspunkten sehen. In Bezug auf die Ergebnisse haben sie sicher den einen oder anderen Punkt liegen gelassen oder unglücklich verloren. Oft waren es Kleinigkeiten in der Umsetzung, die dem Team den Sieg gekostet haben. Bei einem Unterbau der ersten Mannschaft kommt es aber auch auf den zweiten Aspekt an – die Entwicklung.
Jannik Hoch: „Wir sind mit der Entwicklung der Mannschaft als Team als auch der einzelnen Spieler sehr zufrieden und blicken mit Vorfreude auf die übrige Runde. Dass sie weiterhin in sich selbst und in das Team vertrauen und auch dem Trainerteam.“ Mit Justin Jennewein und Lazar Ilic bekamen zwei Spieler die Möglichkeit, sich in der Oberliga zu beweisen. Es sind aber nicht die Einzigen, die im Fokus stehen. Im Laufe der Saison wurden weitere Spieler schon wiederholt in den Trainingsbetrieb integriert.
Jannik Hoch: „Es gibt kaum ein besseres Lob für uns als U23, als unsere Spieler in der ersten Mannschaft zu sehen. Die Entwicklung als Team darf nicht vernachlässigt werden. Wir haben einen super Haufen zusammen – mit klasse Charakteren und toller Stimmung in der Kabine.“
Mit Torhüter Tom Dahlke und John Dos Santos sowie Moritz Gotthardt sammelten drei Spieler von oben Spielpraxis in der U21. In den letzten Jahren war diese Durchlässigkeit etwas weiter ausgeprägt. Jannik Hoch: „Das hat sich tatsächlich so ergeben. Wir sind immer bereit, Spieler zu integrieren. Auch der bisherige Kontakt zum neuen Trainer Marco Reifenscheidt ist sehr offen und konstruktiv.“
Gegenüber den letzten Jahren ist erkennbar, dass mehr der Fokus auf eine stabile Defensive gelegt wurde. Schon im Sommer wurde bei der Kaderzusammenstellung darauf geachtet. Dieses Vorhaben ist aufgegangen. Mit Tim Nagel, Elias Wekesser und Nico Wendling stehen drei starke Innenverteidiger zu Verfügung. Die inkonstanten Leistungen in der hinteren Reihe aus den letzten Jahren ist in dieser Saison passe.
Ein großer Rückhalt kommt auch von der Torhüterposition. Ob es jetzt die Zwei aus dem Oberligakader sind oder die eigentliche Stammkraft, alle drei zeigten starke und konstante Leistungen. Dafür drückt in der Offensive der Schuh. Jetzt geht auch noch mit Lazar Ilic der beste Torschütze zur TSG Pfeddersheim. Der Ball rollt mit Power bis zum gegnerischen Strafraum, dann fehlen jedoch die letzte Initialzündung und die Kaltschnäuzigkeit. Jannik Hoch: „Durch den Abgang von Lazar müssen alle Jungs bereit sein, eine Schippe draufzulegen. Die Verantwortung muss auf mehrere Schultern verteilt werden, was uns am Ende sogar noch schwerer zu verteidigen macht.“
In der Fremde steht eine seltene Bilanz: In acht Spielen noch ungeschlagen, dabei sechs Unentschieden mit einem Torverhältnis von 5:3. In diese Statistik will Jannik Hoch nicht viel rein interpretieren. Natürlich ist die Punktausbeute für das Trainerteam nicht zufriedenstellend. Verschiedene Gründen können angeführt werden, warum die Bilanz so ist, wie sie ist. Dabei waren torlose Unentschieden gegen Topteams der Liga, aber auch gegen den Tabellenletzten Mombach.
Auf dem heimischen Kunstrasen rollt die Torfabrik. Das Team agiert leichter auf einem guten Geläuf. „Ich denke, dass sich über die gesamte Saison die Statistik für Heim- und Auswärtsspiele annähern wird. Hoffentlich hin zu mehr Offensivstärke zu Hause und der defensiven Stabilität in der Fremde“, erklärt Jannik Hoch.
Das Ziel für die restlichen zwölf Saisonspiele ist klar festgelegt – zwölf Siege. Was die neue Saison betrifft, steht der Plan. Die U21 möchte mit dem gleichen Trainerstab weiterarbeiten.