Die Gratiszeitung für Worms und das Nibelungenland
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Über wandelnde Arbeitsbedingungen und Sozial-Einrichtungen
Mi., 21. August 2013, 10:25 Uhr
Staatsministerin Maria Böhmer, CDA-Bundesvorsitzender Karl-Josef Laumann und CDA-Landeschef Adolf Kessel informieren sich bei BASF Betriebsrat im Werk Ludwigshafen
Über wandelnde Arbeitsbedingungen und Sozial-Einrichtungen
Thomas Peter, Adolf Kessel, Karl-Josef Laumann und Darko Hettich (von links) besichtigen verschiedene Sozialeinrichtungen für BASF-Mitarbeiter.
Spitzenvertreter des CDU-Sozialflügels, CDA-Bundesvorsitzender Karl-Josef Laumann und CDA-Landesvorsitzender Adolf Kessel, haben sich beim BASF-Betriebsrat darüber informiert, wie sich die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter am BASF-Hauptstandort Ludwigshafen in den letzten Jahren gewandelt haben. Am anschließenden Hintergrundgespräch, bei dem das Thema Altersarmut eine große Rolle spielte, nahm auch Staatsministerin Maria Böhmer teil.
Die BASF gilt nach Umsatz und Marktkapitalisierung als größter Chemiekonzern der Welt und beschäftigt weltweit rund 130.000 Mitarbeiter, davon 100.000 in Europa und 60.000 in Deutschland. Von den Beschäftigten in Deutschland arbeitet der größte Teil in Ludwigshafen.
Neue Arbeitsformen, flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit ermöglichen
Eine große Rolle bei dem Wandel in der Arbeitswelt spielt demnach der Fachkräftemangel und eine sich ändernde Mitarbeiterstruktur mit mehr Akademikern, aber auch neue Arbeitsformen, die flexible Arbeitszeiten und Heimarbeit ermöglichen. „Das stellt auch den Betriebsrat vor neue Herausforderungen“, erklärten der Betriebsratsvorsitzende des Werks Ludwigshafen, Robert Oswald und Betriebsrat Thomas Peter. Immer wichtiger würden außerdem Angebote, die den Arbeitsplatz zusätzlich zu einer guten Bezahlung attraktiv machen. Betriebsrat Darko Hettich und Thomas Peter zeigten Laumann und Kessel daher auch das betriebseigene Lernzentrum, das als bundesweit einmalig gilt, und führten durch das Feierabendhaus.
Nach wie vor identifizierten sich BASF-Mitarbeiter sehr stark mit ihrem Unternehmen, betonte der Betriebsrat. Dazu trägt die betriebliche Kinderkrippe, die auf 250 Plätze ausgebaut wird, und ein umfangreiches Kulturangebot ebenso bei wie die Sozialberatung für Mitarbeiter, ein betriebseigenes Fitness-Studio, die Möglichkeit als Mitarbeiter BASF-Aktien zu erwerben und – ganz wichtig – eine vergleichsweise attraktive, allerdings auch verpflichtende betriebliche Altersvorsorge.
Schutz vor Altersarmut
Böhmer und Laumann wiesen darauf hin, dass gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge gemeinsam den besten Schutz gegen Altersarmut böten. Laumann betonte, in Deutschland seien viele Beschäftigte mit geringen Löhnen von Altersarmut bedroht: „Wenn die Politik jetzt nicht handelt, dann kommt in dieser Frage eine Katastrophe auf uns zu“, warnte er.
Adolf Kessel lobte, dass sich die BASF auch bei Aufträgen, die an Fremdfirmen vergeben werden, an dem Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ orientiert – eine Forderung, die sich die CDA auf die Fahne geschrieben hat. Thomas Peter ergänzte: „Wir halten Fremdvergaben sehr klein“.
Das betriebseigene Lernzentrum werde mit 59.000 Nutzern pro Jahr von Mitarbeitern sehr gut angenommen hieß es. Ein Rundgang durch den Weinkeller – BASF ist der sechstgrößte Weinhändler Deutschlands – und verschiedene Sozialeinrichtungen für Mitarbeiter rundeten die Führung ab.