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  • Do., 09. November 2017, 15:42 Uhr
    EWR zahlte 2016 „EEG-Umlage“ für 589 Millionen Kilowattstunden Strom / Windkraft liefert größten Anteil

    Über 80 Millionen für 8.000 regenerative Anlagen

    Die EWR Netz GmbH hat 2016 über 80 Millionen Euro an Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) gezahlt. Mit der eingespeisten regenerativen Strommenge von rund 589 Millionen Kilowattstunden aus insgesamt etwa 8.000 Anlagen können rechnerisch über 162.000 Haushalte versorgt werden. Im Vergleich zum Vorjahr sank zwar die Anzahl der Anlagen bedingt durch Veränderungen im Netzgebiet, allerdings erhöhte sich die installierte Leistung um rund 12,8 Megawatt.

    Windkraft liefert größten Anteil

    Den größten Beitrag zur eingespeisten Strommenge lieferte die Windkraft: Über 150 Anlagen stellten knapp drei Viertel der Kilowattstunden. Im Vergleich dazu lieferten die 7.804 Fotovoltaikanlagen „nur“ rund ein Viertel der Gesamtmenge. „Für die Sonnenenergie wird jedoch der weitaus überwiegende Teil der Einspeisevergütung gezahlt“, erklärt EWR Netz-Geschäftsführer Johannes Krämer. Die Mehrkosten des Stroms aus regenerativen Anlagen zahlen nach dem EEG alle Stromverbraucher in Deutschland mit einem bundesweit einheitlichen Zuschlag. „Dies wird unter dem Stichwort EEG auch auf der Stromrechnung ausgewiesen“, erklärt Krämer.

    Netzausbau ermöglicht Energiewende

    Die immer höhere Zahl von Windkraft- oder Fotovoltaikanlagen stellen die Netzbetreiber vor große Herausforderungen. „Durch die zahlreichen Erzeugungsanlagen haben wir sehr viel Know-how aufgebaut und konnten bisher alle Anlagen problemlos an unser Netz anschließen“, sagt Krämer. Damit der hohe Anstieg von Wind-und Sonnenenergie auch in Zukunft reibungslos umgesetzt werden kann, sind innovative technische Lösungen gefragt. Um diese umsetzen zu können, beschäftigt sich die EWR Netz GmbH mit verschiedensten Pilotprojekten.

    Anteil der EEG-Anlagen steigt weiter

    Die zum Jahrwechsel 2016/2017 erfolgte Novellierung des EEG (EEG 2017) stellt laut Krämer einen Paradigmenwechsel dar. Die Vergütungshöhe des EEG-Stroms für größere Anlagen wird seit dem 1. Januar 2017 nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern durch Ausschreibungen am Markt ermittelt. Damit soll der weitere Ausbau erneuerbarer Energien kosteneffizient, kontinuierlich und kontrolliert vorangetrieben werden. Ziel ist es, in Deutschland den derzeitigen Anteil erneuerbarer Energien in Höhe von 32 Prozent auf 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025 zu steigern.

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