
„Man kann andere Glaubensrichtungen und Kulturen nur verstehen,wenn man diese selbst kennenlernt.“ Zu diesem Fazit gelangte Norbert Haas, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60 Plus der SPD Worms, der zum traditionellen Info-Tag seiner AG den Generalsekretär der Wormser Moscheengemeinde IGMG Aydin Gecgel als Gastreferent gewinnen konnte.
Passend zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan, verschaffte Gecgel den versammelten Genossinnen und Genossen einen Einblick in die Geschichte des Islam und die dazugehörigen „Rituale“. Er betonte: „Das Fasten während des Ramadan ist ein sehr wichtiges Ritual im Islam.“ Damit werde unter anderem jener Menschen gedacht, welche im Leben nichts oder wenig zu Essen haben. Allerdings gebe es auch Ausnahmen in der Durchführung des Fastenrituals, sodass kranke, hart arbeitende, schwangere oder sich in schwierigen Situationen befindende Menschen nicht teilnehmen müssten, ergänzte Gecgel.
Angesprochen auf den Stellenwert eines friedlichen Zusammenlebens von Religionen erklärte Gecgel, dass sich alle Religionen für ein friedvolles und harmonisches Zusammenleben aussprechen. „Das Zufügen von Leid, egal in welcher Art und Weise, ist sowohl im Islam, im Judentum, als auch im Christentum verboten“. Stadtratsmitglied Serdar Uzatmaz, der ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm, bekräftigte die Aussagen Gecgels. „Es ist wichtig, dass man sich über die Religionsgrenzen hinweg gegenseitig besucht und miteinander ins Gespräch kommt. Nur wenn wir offen zueinander sind, können wir auch gemeinsam friedlich zusammenleben“.
Zum Abschluss ließ es sich Gecgel nicht nehmen, den Vorsitzenden Norbert Haas und die anwesenden Mitglieder der AG 60 Plus zum gemeinsamen Fastenbrechen in die Gemeinde einzuladen. Die IGMG ist in der Fatih Moschee in der Bensheimer Straße beheimatet und bietet vielen Muslimen aus Worms und der Region eine Anlaufstelle.
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