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Fr., 07. Juli 2023, 09:33 Uhr
NIBELUNGENGRAVELRIDE: Radtouristisches Top-Event glänzt mit ansprechenden Strecken / Spende über 4.620 Euro für die Kinderklinik des Klinikum Worms
Über Stock und Stein ins Radfahrer-Herz hinein
Nach einer fantastischen Tour durch die Weinberge Rheinhessens und der Weinstraße kommt die kleine Gruppe um das Mountainbike-Ass Karl Platt (rechts) aus Osthofen beim 6. Nibelungengravelride Worms 2023 nach 160 Kilometern völlig entspannt am Zielgelände der Pit-Pat Freizeitanlage Worms an der B9 an. Foto: Felix Diehl
Von Jürgen Jaap › „Jetzt freu’ ich mich auf eine Kalthopfenschale und den legendären Flammlachs mit hausgemachtem Kartoffelsalat!“ Karl Platt hat nach dem Ritt auf seinem Gravelbike über 160 Kilometer mit sage und schreibe 1.900 Höhenmetern auf der Rundfahrt durch die Weinberge Rheinhessens und der Weinstraße zum Start- und Zielgelände des 6. Nibelungengravelride 2023 auf der Pit-Pat Freizeitanlage Worms an der B9 erst einmal eher weltliches im Sinn. Sicher, der in Osthofen beheimatete zweifache Deutsche Meister im Mountainbike-Marathon und fünffache Sieger des mythischen Mountainbike-Etappen-Rennens Cape-Epic in Südafrika hat im Laufe seiner 45 Lebensjahre wohl viele hundert längere Radstrecken absolviert.
308 Meldungen über 70, 120 und 160 Kilometer
Aber auch schönere Strecken als die durch sein Trainingsgebiet im Herzen Rheinhessens, der Pfalz und der Weinstraße mit dem sportlich anspruchsvollen Highlight der „Super Planche des Zellertal“ bei fast unglaublichen 28 Prozent Steigung? „Was Timo da an kleinen Wegen und tollen Passagen durch die pure Natur, die ich noch nicht kannte, herausgefunden hat, ist fantastisch. Es hat sich echt gelohnt“, lobt das Radsport-Ass Timo Rokitta, den Cheforganisator des radtouristischen Top-Events, das heuer einen Teilnehmer-Rekord mit 308 Meldungen über die 70 Kilometer (300 Höhenmeter), 120 Kilometer (1.100 Höhenmeter) und 160 Kilometer (1.900 Höhenmeter) verzeichnete.
Teilnehmer aus Polen, Mexiko, Spanien und USA
Richtig international ging’s zu beim sechsten Nibelungengravelride. „Aus ganz Deutschland wie etwa aus Hamburg, Berlin oder Bayern, dazu aus Mexiko, aus Polen, aus Spanien und aus den USA kamen die Teilnehmer“, blickt Timo Rikotta nicht ohne Stolz auf die Liste der exakt 145 Starter über die Mitteldistanz von 120 Kilometern. Ein Pfund des Events, dass sich eher an die Breitensportler als die Spitzensportler der inzwischen olympischen Sportart Mountainbike richtet, ist dabei sicher die rheinhessische Herzlichkeit, die zum Beispiel Gabriele Ott-Arnold bei der Zubereitung des Flammlachs am Räucherofen den Sportlern entgegenbringt. Oder die Truppe von vier Physiotherapeutinnen des Klinikum Worms um Brigitte Gutsche, die sich intensiv bei einer entspannenden Massage um die Muskulatur der Radfahrer nach der Tour kümmern. „Wir sind vom ersten Event an gerne dabei“, lässt Brigitte Gutsche wissen, „und kneten dann immer bis weit in den Abend hinein“.
„Spaß und Genuss an der Tour durch die Natur“
Nach und nach trudeln die insgesamt 308 „Gravel-Rider“ mit ihren typischen Rädern ein, die für Touren auf Pisten über Schotter, über Wiesen oder durch die Berge gemacht sind. Christian Münch, dessen Sportlerherz neben dem Radsport für die Fußballer des VfR Wormatia Worms schlägt, bekommt das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. „Dreieinhalb Stunden war ich unterwegs, dreieinhalb Stunden Spaß und Genuss an der Fahrt durch die Natur“, berichtet der Wormser, dem man buchstäblich ansieht, dass sein Radsport-Herz bei dem radtouristischen Event in die Höhe hüpfte.
Super Spenden-Summe für die Kinderklinik Worms
Selbst, wenn zwischendurch einmal ein satter sommerlicher Regenschauer den ein oder anderen Bergfahrer bremste, so sah man schließlich doch ausnahmslos glückliche Radsportler am Bistro Pit Pat.
Das taten die Organisatoren und Teilnehmer des 6. Nibelungengravelride mit einer Spende von je 15 Euro des Startgeldes der 308 gemeldeten Radfahrer. Ein nettes Sümmchen von 4.620 Euro kommt somit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Klinikum Worms als Spende zugute, über das sich bestimmt nicht nur Chefarzt Prof. Dr. Markus Knuf freute.