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Fr., 17. September 2021, 14:40 Uhr
Landwirtschaft: Zuckerrübenkampagne im Südzucker-Werk Offstein startet am 20. September
Überdurchschnittlich hoher Hektar-Ertrag wird erwartet
Gelände und Anlagen in Offstein von der Rückseite aus gesehen. Foto: Michael Fischer
Am Montag, dem 20. September, startet im Südzucker-Werk Offstein der Kampagnebetrieb. Nach drei Trockenjahren hoffen die Zuckerrübenanbauer dabei wieder auf eine bessere Ernte. Die überdurchschnittlichen Niederschläge insbesondere im Juni/Juli haben den durchaus mit Schwierigkeiten (Trockenheit, Frost) in die Vegetation gestarteten Beständen ein gutes Massewachstum ermöglicht. Entsprechend geht das Verarbeitungswerk aktuell von einem überdurchschnittlich hohen Hektar-Ertrag aus. Sollten sich die derzeit im Schnitt geschätzten 85 t/ha bewahrheiten, läge man damit knapp zehn Tonnen über dem fünfjährigen Mittel und ganze 19 Tonnen über dem Vorjahresertrag. Die Kampagne würde bis Mitte Januar andauern.
Pilz- und Vergilbungskrankheiten breiten sich aus
Ein großes Fragezeichen stellt allerdings noch die weitere Entwicklung der Pilz- und Vergilbungskrankheiten dar. In den letzten Wochen breiten sich diese immer stärker aus – deutlich erkennbar an einer Braun- und/oder Gelbverfärbung der Zuckerrübenblätter. Insbesondere die Vergilbung bereitet den Zuckerrübenanbauern dabei Sorge – wird dahinter doch die gefährliche, von Zikaden übertragene SBR-Krankheit vermutet, die den Zuckerertrag der Rübenpflanzen dramatisch mindern kann. Endgültige Klarheit über den Befall kann nur eine Laboranalyse bringen, die jetzt im Rahmen eines breit angelegten Monitorings auf den Weg gebracht wird. Mitarbeiter des NIKIZ-Teams sowie des Südzucker Rohstoff-Service werden dazu in den nächsten Wochen im ganzen Verbandsgebiet unterwegs sein. Die Zuckergehalte haben sich bisher auch witterungsbedingt (Zu viel bedeckter Himmel und zu wenig Sonne!) unterdurchschnittlich entwickelt.
Auf knapp 19.500 ha wachsen in diesem Jahr Zuckerrüben in Hessen-Pfalz. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen leichten Rückgang, der den zunehmenden Unsicherheiten sowohl im politischen als auch im pflanzenbaulichen Bereich geschuldet ist. Insbesondere im NIKIZ-Projekt sowie in der neu gegründeten Forschungsgemeinschaft Zuckerrübe Südwest arbeitet der Verband aktuell gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus Praxis, Industrie und Wissenschaft an neuen, nachhaltigen Lösungen im Pflanzenschutz.