Uhrmachermeister Timm Keller mit neuen sowie etablierten Uhren- und Schmuckeditionen
Uhrmacher aus Leidenschaft
Uhrmachermeister Timm Keller prüft ein Erbstück auf seine Funktion. Foto: Florian Helfert
VON FLORIAN HELFERT „Weniger ist mehr“, veranschaulicht Uhrmachermeister Timm Keller eindrucksvoll in seinem Wormser Ladengeschäft: In Perfektion, Form und Funktion überzeugen vis-à-vis dem Heylsschlösschen in der Stephansgasse 18 sorgsam ausgesuchte Uhren namhafter Hersteller ebenso wie handverlesener Schmuck. Eine faszinierende Welt der Uhrmacherkunst und edler Preziosen – inklusive einer offenen Uhrenwerkstatt.
Ringe und Manschettenknöpfe als Blickfang aus dem Hause NIESSING. Foto: Florian Helfert
Schmuck für Sie und Ihn Anhand der NIESSING-Trauringkollektion präzisiert Uhrmachermeister Timm Keller seine Maxime, denn beim minimalistisch gestalteten Spannring® wird ein Brillant allein durch die Kraft der Spannung gehalten. „Der Ring selbst wird zur Fassung“, staunt auch der Kenner.
In ihrer edelsten Form gibt es die Kleinode in sechs Goldtönen, in zwei stufenlosen Farbübergängen oder in Platin. Bei allen Modellen verzichtet die seit 1873 bestehende Schmuckmanufaktur auf Nickel, das Allergien auslösen kann. Stattdessen wird teureres Palladium eingesetzt. Dass höchste Ansprüche dennoch günstig sein können, zeigen die NIESSING-Edelstahlringe ab 100 Euro.
Mit nur zwei Handgriffen jeden Tag Ringe, Anhänger und Diadem neu bestücken zu können, ermöglicht wiederum der Systemschmuck von Charlotte Ehinger-Schwarz 1876. Mit hochwertigen Materialien und großer Wandelbarkeit grenzt sich die Ulmer Manufaktur gegenüber klassischem Modeschmuck ab. Kombiniert mit zum Beispiel einem Lederarmband, ergeben sich unzählige Variationen - zumal wenn die Armbänder individuell um Anhänger ergänzt werden.
Passend zum jüngsten Trend tragen inzwischen auch Herren ein Lederband am Unterarm. Beliebt ist doppelt geschlungenes Pferdeleder. „Pferdeleder ist robust und entwickelt eine sehr schöne Patina“, rät der Fachmann mit Blick auf das Armband seiner Uhr.
Uhren mit Stil Wenn es um Schönheit und klassisches Handwerk geht, führt kein Weg an NOMOS aus Glashütte vorbei. „Weltweit stellen nur noch ein gutes Dutzend Manufakturen mechanische Werke im eigenen Haus her“, betont Keller die ausgezeichnete Arbeit der Edelmanufaktur NOMOS Glashütte.
Mit dem streng limitierten Chronographen Mission Manx der Manufaktur Laco erwartet Timm Keller aktuell eine Rarität aus Pforzheim. Die Neuauflage ist eine Hommage an Georg Meiers Sieg als erster ausländischer Motorradfahrer bei der berüchtigten Tourist Trophy in England vor 75 Jahren. Die limitierte Stückzahl entstammt dessen Startnummer 49.
Auch die Fortis Colors stellt eine Neuauflage dar und basiert auf der ersten Schweizer Armbanduhr aus synthetischen Materialien gegen Ende der 60-er Jahre. „Ob im Alltag oder als Zweituhr für den Strandurlaub, mit ihrem wasserdichten Stahlcontainer ist sie ein treuer Begleiter“, unterstreicht Keller. Für modische Farbakzente sorgen jederzeit wechselbare Armbänder.
Eine kostenbewusste und qualitativ vernünftige Alternative zu den Premiumanbietern NOMOS oder Laco bietet aus Sicht des Uhrmachermeisters die Kölner Uhrenmarke Leumas mit Preisen ab rund 110 Euro.
Eine der von Meisterhand mit Bedacht, Sorgfalt und NOMOS-Uhren bestückten Vitrinen. Foto: Florian Helfert
Renommierter Service „Alte Uhrmacherkunst und anvertraute Erbstücke professionell zu pflegen, zu warten und zu reparieren, bleibt meine Leidenschaft und mein Hauptgeschäft“, so Timm Keller. Qualität verdient schließlich Aufmerksamkeit, hofft der Uhrmacher auch angesichts seiner fortschreitenden Arbeit an einer eigenen, kleinen Uhrenedition.