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  • Fr., 12. Oktober 2018, 14:34 Uhr
    Baudezernent Uwe Franz äußert sich zu Veröffentlichung des Grünen OB-Kandidaten Richard Grünewald

    Ulmen-Problem in Pfeddersheim längst gelöst

    Verwundert zeigt sich Baudezernent Uwe Franz über die aktuelle Veröffentlichung von Richard Grünewald, OB-Kandidat der Grünen, zum Erhalt der Ulme in Pfeddersheim. Dass sich Herr Grünewald und die Grünen für den Erhalt des Baumes aussprechen, sei löblich und entspreche auch der Zielsetzung der Verwaltung, die immer zuerst prüfe, ob ein Baum aus ökologischen Gründen und im Rahmen des Umweltschutzes im Stadtgebiet erhalten bleiben könne. „Die von Herrn Grünewald kommunizierten Inhalte sind allerdings überholt, da das Problem in Absprache mit dem Wasserwerk Zweckverband Seebachgebiet, Osthofen, längst gelöst werden konnte, mit dem Resultat, dass die Ulme erhalten bleiben kann. Diese aktuelle Information wird jetzt zeitnah dem Pfeddersheimer Ortsbeirat vorgelegt“, betont Uwe Franz.


    Dieser hatte bereits Anfang September 2018, auf Betreiben von Heidi Lammeyer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat und Ortsbeiratsmitglied in Pfeddersheim, unmittelbar nach Bekanntwerden der notwendigen Arbeiten des Versorgers einen  einstimmigen Beschluss zum Erhalt des Baumes gefasst.


    In unmittelbarer Nähe der Baumscheibe der Ulme muss das Wasserwerk eine Leitungsreparatur vornehmen und hierfür eine Aufgrabung durchführen. „Zu befürchten war zunächst, dass die Ulme durch die Ausschachtung einen erheblichen und irreparablen Schaden erleiden würde, weshalb wir uns mit Vertretern des Wasserwerkes vor Ort trafen, um die Situation zu besprechen“, informiert der Baudezernent. 


    Durch die Aufgrabung für die notwendige Wasserleitungsreparatur können sich verschiedene Konstellationen ergeben: Kommt es zu keinen, oder nur geringen Wurzelverlusten, bleibt die Ulme im ihrem jetzigen Zustand erhalten. Zweite Möglichkeit: Kommt es zu einem Wurzelverlust mit Auswirkungen auf die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes, kann die Ulme dennoch erhalten bleiben, indem die Krone korrespondierend zum Wurzelverlust in gewissem Umfang eingekürzt wird. Dritte Möglichkeit: Stößt man bei den Aufgrabungen auf eine größere Anzahl an Wurzeln, insbesondere Haltewurzeln, so umgeht das Wasserwerk den Wurzelbereich und verlegt die Leitung um das Wurzelwerk herum. Die Kosten in Höhe von 6.000 Euro würde dann die Stadt tragen. „Diese Investition wäre jedoch auch wirtschaftlich gerechtfertigt, da eine Fällung der Ulme, verbunden mit der Pflanzung eines Ersatzbaumes (Herstellung Baumscheibe, Bodenaustausch, Neupflanzung, mehrjährige Anwachspflege) ähnliche, wenn nicht sogar höhere Kosten verursachen würde“, verdeutlicht Uwe Franz. Sobald der Wurzelbereich vorsichtig freigelegt sei, werde man die in Frage kommende Variante umsetzen. 

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