
Er ist ein Mann der ersten Stunde: Von 2002 bis 2014 war Ulrich Schneider bei den Nibelungen-Festspielen für das Lichtdesign verantwortlich. Er baute die Beleuchtungsabteilung von Grund auf, brachte sie auf den neusten technischen Stand und etablierte ein kompetentes Team. Auf seine Arbeit hat sich Dieter Wedel immer voll verlassen. Nun geht Ulrich Schneider gemeinsam mit dem ehemaligen Festspiel-Intendanten nach Bad Hersfeld, um sich dort neuen Aufgaben zu widmen. Mit großem Dank verabschiedet sich das Team der Nibelungen-Festspiele von ihm.
Seine Position übernimmt Rainer Caspar, der als Lichtdesigner an den großen Bühnen, wie den Münchner Kammerspielen, am Wiener Burgtheater, bei den Wiener Festwochen, an der Berliner Volksbühne sowie am Teatro Regio in Turin und an der Norwegischen Oper in Oslo engagiert war. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Regisseur Frank Castorf. Rainer Caspar wird für das Licht der Uraufführung von Albert Ostermaiers Stück „Gemetzel“ in der Regie von Thomas Schadt verantwortlich sein.
Der scheidende Lichtgestalter Ulrich Schneider, der als Beleuchtungschef des Kölner Schauspiels und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin mit Regisseuren wie Christoph Schlingensief, Karin Beier, Frank Castorf und Christoph Marthaler gearbeitet hat und seit 1999 als freiberuflicher Lichtdesigner an den verschiedensten Theater- und Opernhäusern sowie Museen tätig ist, erinnert sich gerne an seine Zeit bei den Nibelungen-Festspielen. „Einen variantenreicheren Spielort wie den Wormser Dom kann man sich für eine Freilichtbühne kaum wünschen. Jede Seite des Doms hat ihren eigenen Charakter und stellt neue Anforderungen an das Lichtkonzept. Das zu entwickeln, war immer eine spannende Herausforderung.“
Die Künstlerische Betriebsdirektorin Petra Simon und der Geschäftsführer der Nibelungen-Festspiele Sascha Kaiser verabschiedeten nun Ulrich Schneider in persönlicher Runde und unterstrichen sein herausragendes Engagement. „Ulrich Schneider spielte mit den Möglichkeiten des Lichts und schuf je nach Stück immer wieder eine andere Illusion“, so Petra Simon. „Er entschied darüber, ob eine Atmosphäre als bedrückend oder freundlich, als bedrohlich oder friedlich empfunden wird und weckte so die Emotionen der Zuschauer.“ Petra Simon und Sascha Kaiser sowie das gesamte Festspiel-Team wünschen Ulrich Schneider für seine berufliche Zukunft alles Gute.
Die Nibelungen-Festspiele finden erstmals unter der Intendanz von Nico Hofmann vom 31. Juli bis 16. August 2015 statt. Tickets sind erhältlich unter www.nibelungenfestspiele.de.