Mit den sommerlichen Temperaturen steigt auch die Lust auf Steaks, Würstchen, Fisch und Gemüse frisch vom Rost. Grillen unter freiem Himmel und in geselliger Runde mit Familie und Freunden macht einfach Spaß und gute Laune. Doch übrig bleibt am Ende eines Grillabends leider meist auch viel Müll. Und das nicht nur Zuhause. Auch in Parks und Anlagen finden sich oft erhebliche Überreste wie Papp- und Plastikteller, Plastikbesteck und –tüten, Getränkedosen und andere Verpackungsmaterialien sowie abgebrannte Einweggrills.
Sogenanntes „Wildes Grillen“ ist im Stadtgebiet aber verboten. Leider ist die Einsatztruppe des Entsorgungs- und Baubetriebes (ebwo) „Sauberes Worms“ immer wieder im Einsatz und entfernt Hinterlassenschaften dieser Art im gesamten Stadtgebiet wie beispielsweise an der Sandbank am Rhein und im Wormser Stadtpark. Hier fehlt es oft am Umweltbewusstsein der betreffenden Personen. Dabei ist abfallreduziertes und damit umweltschonendes Grillen gar nicht einmal so schwer, wie der aktuelle Abfalltipp des Entsorgungs- und Baubetriebs zeigt. Einweggrills müssen nicht sein. Es gibt inzwischen kleine handliche Metallgrills, die nicht nach einmaliger Verwendung entsorgt werden müssen. Im Fachhandel gibt es sie mittlerweile in vielerlei Ausführungen und auch zu günstigen Preisen. Auch Getränke sind ein Thema beim Grillen. Auf Einwegflaschen sollte daher verzichtet werden zugunsten von Mehrweg- bzw. Glasflaschen. So kann im Gegensatz zur Einweg-PET-Flasche eine Glasflasche bis zu 40 Mal wiederbefüllt werden.
Vermieden werden sollten auch Kleinverpackungen wie beispielsweise bei den Grillsoßen. Großverpackungen wie Senf- und Ketchupflaschen verursachen weniger Abfall und sind meist noch kostengünstiger. Statt zu Papptellern und Plastikgabeln zu greifen, sollte eigenes Geschirr aus Keramik verwendet werden. Alternativ kann auch wiederverwendbares Campinggeschirr aus Plastik oder Metall zum Einsatz kommen. Das Geschirr ist unzerbrechlich und abwaschbar.

Am umweltverträglichsten sind „essbare Verpackungen“. Das Steak direkt ins Brötchen gelegt oder das gegrillte Gemüse in ein knusprig gebackenes Fladenbrot, machen Geschirr überflüssig. Besonders darauf achten sollte man, dass das Grillgut nicht anbrennt. Die schwarze Kruste enthält nachweislich krebserregende Stoffe. Doch es gibt noch mehr, das zum umweltschonenden Grillen beiträgt. So sollte möglichst Öko-Grillkohle aus kontrolliertem Holzanbau mit FSC-Zertifizierung zum Feuern benutzt werden. Das Holz stammt aus kontrolliertem, heimischem Holzanbau und schützt somit die Ressourcen des Regenwaldes. Auch das Anzünden ist ohne Chemie möglich: Statt Spiritus, der nicht nur zu gefährlichen Stichflammen führen und die Umwelt schädigen kann und zudem auch das Essen mit einem sonderbaren Nachgeschmack behaftet, gibt es einige umweltfreundliche Grillanzünder auf dem Markt. Papier und kleine Äste sind übrigens auch sehr gut als Grillanzünder geeignet.
Die Abfallberatung des ebwo steht unter Telefon 06241 / 9100 -70 und -72 oder per E-Mail unter: abfallberatung@ebwo.de gerne für weitere Auskünfte und Tipps zur Verfügung. Alle bisherigen Abfall-Tipps können auf der Homepage des Entsorgungs- und Baubetriebs (www.ebwo.de) nachgelesen werden.
Beitrag aus der Rubrik