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  • So., 30. März 2014, 19:17 Uhr
    Junge Union, Senioren Union und Ortsverbände Neuhausen und Herrnsheim diskutieren über Generationengerechtigkeit / Infos über Vorsorge und Patientenverfügung

    Unbequeme Fragen nach dem Älter werden gestellt

    „Wohin mit Mutti?“ –  mit dieser provokanten Frage haben Senioren Union, Junge Union, sowie die CDU-Ortsverbände Herrnsheim und Neuhausen eingeladen zur Infoveranstaltung über die Themen Generationengerechtigkeit und Vorsorge. Gut 60 Interessierte waren der Einladung gefolgt in die Vinothek am Schloss.

     Bundestagsabgeordneter Jan Metzler sah es als sehr positiv an, dass die Union als Veranstalter das Thema generationenübergreifend angegangen war. Jung und Alt dürfe man nicht gegeneinander ausspielen, sagte Metzler, der selbst in einer Winzerfamilie auf einem Hof aufgewachsen ist, in dem mehrere Generationen zusammen lebten. Der Abgeordnete lobte auch, dass man sich unbequemen Fragen stelle. „Älter werden wird gerne verdrängt“, sagte er.

    Schreckensnachricht kann jeden treffen
    Deutlich wurde: Die Schreckensnachricht „Pflegefall!“ kann jede Familie treffen. Ein Pflegefall fordert Angehörige in organisatorischer, emotionaler und finanzieller Hinsicht. Und dann ergeben sich ganz schnell ganz viele Fragen: Wie funktioniert das mit den Pflegestufen? Wer hilft beim Antragstellen? Mit welcher  Unterstützung darf man rechnen? 


    Dirk Henkies zeigte Möglichkeiten der finanziellen Absicherung und rechtliche Aspekte von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen auf. Bei letzterem konnte man sehen: der Teufel steckt im Detail. „Eine gute Patientenverfügung braucht möglichst haargenaue Angaben“, sagte er. Karsten Hoffmann, Spezialist für altersgerechte Pflege und Vorsorge, griff in seinem Vortrag das brisante Thema auf, welche Auswirkungen Pflegebedürftigkeit für die Betroffenen und deren Angehörige hat. 

     

    Dabei ging er auf die Probleme ein, mit denen der Partner und die Kinder im Pflegefall konfrontiert werden. Irene Wolf stand als Ansprechpartnerin bei Fragen zur Vorsorge zur Verfügung.

     

    Eine Botschaft hatten alle Referenten gemeinsam: Nur wer sich beizeiten vorbereitet, muss im Ernstfall keine übereilten Entscheidungen treffen, mit denen letztlich alle unzufrieden sind oder einzelne Familienmitglieder überfordert werden.

     

    FOTO:

    Bundestagsabgeordneter Jan Metzler spricht sich aus für eine generationenübergreifende Herangehensweise an die Themen Vorsorge und Generationengerechtigkeit.

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