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  • Mi., 29. Mai 2024, 16:48 Uhr
    NIBELUNGEN-FESTSPIELE: Ensemble zu „Der Diplomat“ legt mit den Proben los

    Und die Diplomatie scheitert doch!

    Das diesjährige Festspiel-Ensemble hat seine Arbeit aufgenommen. Foto: Rudolf Uhrig.


    Von Rudolf Uhrig › Wikipedia erklärt den Begriff „Ensemble“ als zusammengehörende, aufeinander abgestimmte Gruppe von Schauspielern, Tänzern, Sängern. Und jenes Ensemble hat von gestern an in Worms seine Arbeit für die Nibelungen-Festspiele aufgenommen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler der diesjährigen Inszenierung mit dem Titel „Der Diplomat“ aus den Federn von Feridun Zaimoğlu und Günter Senkel, trafen sich zur Leseprobe und Vorstellung im oberen Theaterfoyer just vor dem großen Nibelungen-Wandteppich; auch und natürlich zum großen und „einträchtigen Familienfoto“.

    Ränkespiele und Verrat, Mord und Totschlag

    Aber ist es das wirklich? Nein, wir wissen, es gibt Zoff, es werden Intrigen geschmiedet, es gibt Verrat, Ränkespiele, Gier nach Macht, Mord und Totschlag; gar ein großer blutiger und vernichtender Krieg. Die Welt wünscht sich Frieden, die Waffen mögen schweigen, die Diplomatie möge es doch richten, ob in der Ukraine oder in Gaza. Ja, die Diplomatie möge es doch richten – heute wie damals.

    Dschungel der Diplomatie

    Regisseur Roger Vontobel (rechts) inszeniert nach den von Publikum und Medien gefeierten Aufführungen „Siegfrieds Erben“ und „hildensaga. ein königinnendrama“ die Nibelungen-Festspiele bereits zum dritten Mal.


    „Jeder hat seinen eigenen Weg, sein eigenes Päckchen zu tragen und sein eigenes Traumata zu bewältigen und insofern ist die Diplomatie eine sehr menschliche, hochemotionale und auch volatile Angelegenheit, wenn man da versucht einen Konsens zu finden, der im Prinzip für alle eine Win-Win-Situation darstellt“, so umschreibt es Regisseur Roger Vontobel zu Beginn der Lesung. „Darum geht es im Stück, denn immer wieder dreht und wendet sich die Diplomatie und versucht sich einen Weg durch den Dschungel zu bahnen“, erklärt der Schweizer Erfolgsregisseur, der schon zwei Mal in Worms Regie führte.

    „Siegfried ist bereits tot, seine Leiche liegt aufgebahrt vor dem Wormser Dom, behaftet mit einem Mysterium, denn die Leiche hört nicht auf zu bluten. Die Burgunder sind in Katerstimmung, denn man hat gerade seinen eigenen Helden umgebracht und draußen steht Etzel, der Hunnenkönig und bedroht die Stadt“, so führt Thomas Laue, der Künstlerische Leiter in die Szenerie ein. Er rückt somit eine bekannte Sagenfigur des Mittelalters in den Fokus: Dietrich von Bern, der von Franz Pätzold interpretiert wird.

    Bekanntes Ensemble zusammengestellt

    Überhaupt sind viele bekannte und große Namen dabei, unter anderem Jasna Fritzi Bauer, Thomas Loibl, Felix Rech, Yohanna Schwertfeger, Lou Strenger, Marcel Heuperman, Christoph Franken, Aniol Kirberg und Anton Dreger.

    „Der Diplomat“ wird vom 12. bis 28. Juli unter der Regie von Roger Vontobel auf der Freilichtbühne vor dem Wormser Kaiserdom uraufgeführt.

    Karten beim NK

    Karten gibt es u.a. beim Nibelungen Kurier, Prinz-Carl-Anlage 20, 67547 Worms sowie bei allen bekannten Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen. Die Aufführungen beginnen jeweils um 20.30 Uhr, Einlass ist um 20 Uhr. Die Abendkasse ist zwischen 17.30 und 20.30 Uhr geöffnet. Sollten Restkontingente von Eintrittskarten zu den einzelnen Vorstellungen vorhanden sein, so werden diese an der Abendkasse zum Kauf angeboten.

    Weitere Informationen unter www.nibelungenfestspiele.de

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