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Mo., 16. Dezember 2019, 10:49 Uhr
VOLLEYBALL FRAUEN: SG Worms/Hochheim unterliegt am zweiten Doppel-Heimspieltag gegen SG Südpfalz und TuS Heiligenstein jeweils mit 1:3 Sätzen
„Und tschüss!“ Aufstiegsambitionen
Karoline Dietz (rechts) sorgte mit ihrer Erfahrung und viel Übersicht für so manchen schönen Leger und reichlich Punktgewinne für die SG Worms/Hochheim. Dennoch gingen die Wormser Volleyballerinnen in den beiden Heimspielen gegen SG Südpfalz und TuS Heiligenstein nach zwei Partien auf Augenhöhe völlig leer aus. Foto: Marcus Diehl
VON JÜRGEN JAAP | „Und tschüss!“ Den doch etwas süffisanten Kommentar zu einem zu langen Aufschlag der Volleyballerinnen der SG Worms/Hochheim hörte man von den jungen Mädels der SG Südpfalz im Spiel der Volleyball Verbandsliga Rheinland-Pfalz Süd der Frauen doch recht häufig. „Und tschüss!“ galt nun freilich exakt für die Aussichten der Wormser Volleyballerinnen auf einen erhofften Wiederaufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga. Nach zwei knappen 1:3-Niederlagen am zweiten Doppel-Heimspieltag zunächst gegen die SG Südpfalz und nach einer kurzen Pause gegen TuS Heiligenstein steht das Team um den erfahrenen Wormser Volleyball-Trainer Michael Spuck mit 13 Punkten zur Halbzeit und Winterpause der Saison 2019/2020 auf Rang sechs im Niemandsland der Tabelle der Volleyball Verbandsliga Rheinland-Pfalz Süd. Nach oben dürfte im weiteren Saisonverlauf wohl genauso wenig gehen, wie nach unten nichts mehr schieflaufen sollte.
Standards gut, Abstimmung verbesserungsfähig
Hin und her ging es für die Spuck-Truppe allerdings gegen die beiden Teams aus der Pfalz. Die mit vielen Routiniers gespickte Mannschaft der Gastgeberinnen hatte gegen die deutlich jüngeren Südpfälzerinnen große Schwankungen im Spiel. „Die Standards haben gepasst, aber die Abstimmung untereinander fehlte zu oft“, stellte Michael Spuck fest. Gerade in der Annahme der Aufschläge ging doch einiges schief bei der SG Worms/Hochheim. Immerhin: An der kämpferischen Einstellung lag es nicht, dass die Nibelungenstädterinnen nach verlorenem ersten Satz und dem Satzausgleich auf die Verliererbahn gerieten. „Zu viele ‚unforced errors‘ würde man im Tennis sagen“, analysierte Michael Spuck das Spiel seiner Truppe mit einem Vergleich zum schnellen Rückschlagsport treffend. Die SG Südpfalz ließ sich nicht zweimal bitten und schnappte sich die Durchgänge drei und vier mit 19:25 und 21:25. „Wir hatten uns in dem Spiel schon etwas ausgerechnet, aber wir agierten einfach zu fehlerhaft“, räumte Michael Spuck eine gewisse Enttäuschung ein.
Marathon-Satz raubt letzte Kraftreserven
30 Minuten Zeit hatte das erfahrene Team der SG Worms/Hochheim nun, um sich für das schwere Match gegen den neuen Tabellenführer TuS Heiligenstein zu sammeln. „Wir haben uns voll reingehängt“, fand Michael Spuck. In der Tat. Der erste Durchgang alleine dauerte 40 Minuten, ehe die Gastgeberinnen mit 37:35 hauchdünn die Nase vorn hatten. Der Marathon-Satz raubte aber offenkundig die letzten Kraftreserven. Insbesondere SG-Zuspielerin Katrin Klotz bekam ob des Fehlens von Laura Rohn (auf Hochzeitsreise) kaum einmal Verschnaufpausen. So ging es in den weiteren drei Sätzen ob der nachlassenden Kondition und Konzentration (Michael Spuck: „Zwei Heimspiele hintereinander sind eben hart“) in einer Partie auf gutem Niveau dahin für die Wormserinnen gegen die viel jüngeren Frauen aus der Pfalz. TuS Heiligenstein gewann drei Sätze am Stück mit 17:25, 20:25 und 20:25 – und feierte den Sprung an die Spitze der Tabelle, die das Team von Michael Spuck bereits zur Winterpause weit aus den Augen verloren hat.
Es spielten für die SG Worms/Hochheim:
Liv Diezel, Lilianna Pelc, Vera Ströning, Giusy Garaffa, Agata Dabrowski, Katrin Klotz, Anna Klassen, Tanja Freihaut, Karoline Dietz, Laureen Friedrich und Annabel Senz.