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Di., 10. September 2013, 23:28 Uhr
Präsentation und Diskussion von neuen Konzepten zur Versorgung von Verletzungen des Sprunggelenks
Unfallchirurgische Experten aus ganz Deutschland treffen sich im Herrnsheimer Schloss
Bei der unfallmedizinischen Tagung im Herrnsheimer Schloss am letzten Freitag konnten auch jüngere Ärzte und Ärztinnen neue Verfahren direkt am Kunstknochen ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln.
Unfallchirurgische Experten aus dem gesamten Bundesgebiet tagten am Freitag, dem 6. September, im Herrnsheimer Schloss, um neue Konzepte in der Versorgung von Verletzungen des Sprunggelenkes zu präsentieren und zu diskutieren.
Eingeladen hatten Prof. Dr. Jochen Blum, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Worms, sowie Prof. Dr. Alfred Grützner, Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen zusammen mit der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthese AO.
Nicht nur für Chef- und Oberärzte/innen war diese Tagung hochinteressant, sondern durchaus auch für Assistenzärzte/innen, da neben den Fachvorträgen und wissenschaftlichen Diskussionen Workshops angeboten wurden, wo am Kunstknochen mittels moderner Implantate die neuen Techniken geübt werden konnten.
Die Teilnehmer zeigten sich sehr beeindruckt auch vom Ambiente des Herrnsheimer Schlosses, welches sich nicht nur wegen des phantastischen Wetters am Freitag in bestem Lichte zeigte.
Beeinträchtigung der Beweglichkeit und des Gangbildes
Verletzungen des Sprunggelenkes, wozu nicht nur die Knöchelfrakturen und Bänderrisse zählen, sondern durchaus sehr komplexe Verletzungsformen, sind einerseits häufig, andererseits können gerade die schweren Formen zu dauernder Beeinträchtigung der Beweglichkeit und des Gangbildes führen – sie können in massiven Arthroseformen enden, die Gelenkversteifungen oder den Einsatz von Prothesen erfordern. Deswegen sind auch in diesem Bereich eine stete wissenschaftliche Tätigkeit und die Entwicklung neuer Implantate und Operationstechniken erforderlich.
Deren Ergebnisse wurden bei der Tagung in Worms präsentiert. Besonders differenzierte neue Operationsverfahren stehen insbesondere auch für die alterstypischen Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen einerseits, aber insbesondere bei betagten Patienten andererseits nun zur Verfügung. Senioren mit Sprunggelenksbrüchen wurden bis vor kurzem weitgehend wie jüngere Erwachsene behandelt, haben aber durch die deutliche Osteoporose im Alter andere Anforderungen.
Hier kommen nun sogenannte winkelstabile Implantate, anatomisch geformt, zum Einsatz, die eine deutlich höhere Haltekraft im alterstypisch weichen Knochen besitzen und somit nicht so leicht auslockern, wie konventionelle Implantate. Hierbei besteht über die beiden Chefärzte eine sehr enge Kooperation, diese Tagung erfolgt jährlich im Wechsel zwischen Worms und Ludwigshafen.