OCHSENKLAVIER: IG Pfrimm und Ortsvorsteher hoffen auf turnusgemäße Reinigungsarbeiten
Ungepflegtes Bild vermeiden
Dass für das 125-jährige Jubiläum des Karl-Bittel-Parks das Bachbett der Pfrimm geputzt werden soll, freut die IG Pfrimm – gemeinsam mit Ortsvorsteher Patrick Mais wird jedoch auf eine turnusgemäße Reinigung gehofft.
Jedes Jahr nach dem Hochwasser der Pfrimm ist es das gleiche Thema: Baumstämme, Äste und Gestrüpp sammeln sich am Ochsenklavier und unterhalb der Brücke zwischen Hochheim Pfiffligheim und geben oftmals ein ungepflegtes Bild ab. Zudem lockern sich auch immer wieder die Steine im Bachbett und hängen dann an den Steinen des Ochsenklaviers fest, so dass die Gefahr besteht, dass die „Tastatur“ beschädigt wird.
Eleonore Bittner, die Vorsitzende der IG Pfrimm, lud deshalb zu einer Ortsbegehung ein mit Erich Kulling, dem stellvertretenden Leiter der Abteilung Grünflächen und Gewässer.
Für die Qualität des Wassers sind wechselnde Strömungsgeschwindigkeiten notwendig, deshalb hat auch Treibholz seine Berechtigung. „Treibgut ist gut, weil dadurch die Geschwindigkeit des Wassers reduziert wird, genauso wie der kleine Wasserfall unterhalb der Brücke, der hilft das Wasser mit Sauerstoff anzureichern“, so Kulling. Maria Hilberg vom Vorstand der IG Pfrimm berichtete, dass der Anglerverein sich regelmäßig vorbildlich zweimal im Jahr um die Reinigung der Fischtreppe kümmere, doch für die Entfernung der riesigen Baumstämme brauche es Spezialgerät. Viele Bürgerinnen und Bürger glauben, dass die Stadt für die Beseitigung von Totholz zuständig ist, doch es ist die Aufgabe der SGD Süd als zuständige Landesbehörde.
Patrick Mais, Ortsvorsteher von Hochheim, regte an, dass turnusgemäß eine Reinigung durchgeführt werden sollte, so dass nicht immer wieder bei der zuständigen Landesbehörde „nachgebohrt“ werden muss. Besonders das Totholz unterhalb der Brücke an der Binger Straße bereite ihm Sorge. Beim nächsten Hochwasser könnte dies zu Überschwemmungen führen. Dazu möchte Mais einen Brief an die SGD Süd schreiben.
Kulling begrüßte dies und will hier ebenfalls unterstützen. Zudem ging es um die ausgespülten Steine im Bachbett. Diese müssen wieder ersetzt werden. Wenn die vollständige Pflasterung entfernt würde, müsste auch der Wasserfall und gegebenenfalls die Brücke verändert werden. Dies wäre jedoch ein erheblicher Planungsaufwand und es bestünde die Gefahr, dass die Brücke bei Abbau vermutlich so nicht mehr von der SGD Süd genehmigt wird. Außerdem sind Zuschüsse vom Land notwendig. Langfristig will die Stadt eine Umgestaltung des Bereichs prüfen. Bei Niedrigwasser im Sommer will die Stadt versuchen das beschädigte Wasserbett zu reparieren.
Eleonore Bittner bedankte sich und freute sich, dass zum 125-jährigen Jubiläum des Karl-Bittel-Parkes das Ochsenklavier, das damals errichtet wurde, wieder frei zugänglich sein wird. Damals war es für die Hochheimer und Pfiffligheimer die einzige Möglichkeit an dieser Stelle die Pfrimm zu überqueren, wusste sie zu berichten. Alle sind sich einig, dass diese kulturelle Attraktion erhalten bleiben soll.