BUND Kindergruppe will den Erhalt der Platane am Ludwigsplatz / Es gibt keinen „Ersatz“
„Unser Baum soll leben!”
Ungewisse Zukunft. Die BUND Kindergruppe hofft auf den Erhalt der Platane am Ludwigsplatz.
Wenn der Neubau der Tiefgarage am Ludwigsplatz kommt, könnte das den Tod der Platane am Times Café bedeuten. Dies zumindest legen die bisherigen Überlegungen der Stadtverwaltung nahe. In der Stadtverwaltung will man sich aus Kostengründen nicht für den Erhalt stark machen, sondern plant schon mal mit Ersatzpflanzungen. Dagegen wehrt sich die BUND Kindergruppe: „Wir wollen darunter spielen, Eis essen oder Strassenmusikanten zuhören“, sagen die Kinder. „Wir wollen, dass dieser stadtbildprägende, riesige, uralte Baum am Ludwigsplatz erhalten bleibt!“, erläutert Iris Weiß, Betreuerin der Kindergruppe.
Die Platane bildet auf dem Ludwigsplatz ein lebendes Gegengewicht zum Obelisken. Sie spendet Schatten und Feuchtigkeit, lädt zum Verweilen ein und sorgt für eine ‚Entschleunigung' der Menschen. Der Blick auf die umliegenden Gebäude wird gebrochen und die Farbe Grün beruhigt. Bäume strahlen Kraft und Ruhe aus. Kurzum, dieser Baum verleiht dem Ludwigsplatz seinen liebevollen Charakter. Es gibt keinen „Ersatz“ für diesen Baum! 16 Meter Kronendurchmesser und 280 Zentimeter Stammumfang, gepflanzt vor ca. 50 Jahren. Bäume dieser Art können nicht ersetzt werden, auch nicht durch Ersatzpflanzungen junger Bäume, möglicherweise noch außerhalb des innerstädtischen Bereiches.
Planung der autogerechten Stadt – zu Lasten der Aufenthaltsqualität auf dem Ludwigsplatz. Soziale, klimatische und ökologische Belangen werden nicht berücksichtigt. Es ist kein Problem, den Baum zu erhalten. Die Kosten sind im Verhältnis zu den Gesamtkosten minimal. „Wir fordern die Unterschutzstellung und einstweilige Sicherstellung der Platane am Ludwigsplatz”, so der BUND. Der Erhalt des Baums sei schon bei den Planungen zwingend zu berücksichtigen. „Wir wollen nicht demnächst das Lied singen „Mein Freund der Baum ist tot, er fiel im frühen Morgenrot …“!”, erläutert die BUND Kreisgruppe Worms.