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  • Di., 04. November 2014, 14:45 Uhr
    Kartellamt stimmt geplanter Übernahme des Hochstift Worms durch das Klinikums Worms zu

    Unter einheitlicher Trägerschaft!

    Unter der einheitlichen Trägerschaft des Klinikums wird die Gesundheitsversorgung in Worms zu einem großen Teil neu geordnet.


    Das Bundeskartellamt hat der Zusammenführung der beiden Wormser Krankenhäuser zugestimmt. Damit ist der Weg frei für den beabsichtigten Erwerb des Hochstift Worms durch das Klinikum Worms.

    Den Antrag beim Bundeskartellamt stellten beide Krankenhausträger Klinikum Worms gGmbH und HDV gemeinnützige GmbH am 1. Oktober 2014. Mit der einheitlichen Trägerschaft soll eine medizinische Gesamtkonzeption für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in Worms umgesetzt werden. Im Jahr 2012 war ein entsprechender Antrag vom Kartellamt abgelehnt worden, weil es eine marktbeherrschende Stellung befürchtete. Nun wurde das Vorhaben neu bewertet und nach eingehender Prüfung eine erhebliche Behinderung des Wettbewerbs ausgeschlossen.

    Maßgeblich für diese Entscheidung war insbesondere, dass sich die wettbewerbsrechtlichen Verhältnisse im relevanten Markt seit dem Jahr 2012 deutlich verändert haben. So sind die beiden Krankenhäuser in Worms, bedingt durch Konzentrationen im regionalen Krankenhausmarkt, nun selbst stärkerem Wettbewerb ausgesetzt. Insbesondere die benachbarte Uniklinik in Heidelberg sowie die Klinikum Mannheim GmbH haben zwischenzeitlich eigene Expansionsbestrebungen umgesetzt. Weiterhin führte der erhebliche Rückgang der Patientenzahlen beim Hochstift Worms auch dazu, dass dessen eigene Marktposition und somit auch sein Wettbewerbspotenzial stark gesunken waren.

    Die Geschäftsleitung des Klinikums Worms sowie die Vorstände der AGAPLESION gAG und Mehrheitsgesellschafterin der HDV gemeinnützige GmbH begrüßen die Entscheidung des Bundeskartellamtes. Oberbürgermeister Michael Kissel äußerte sich gemeinsam mit Geschäftsführer Friedrich Haas sehr erfreut und erleichtert über den positiven Bescheid des Bundeskartellamtes. „Mit diesem Bescheid kann die ganzheitliche medizinische Versorgung der Stadt Worms und des Umlandes sowie die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden“, so Geschäftsführer Friedrich Haas. „Die Stadt Worms und das Klinikum Worms werden sich dieser großen Herausforderung im Dialog mit allen Beteiligten und den zuständigen Gremien stellen“, verdeutlicht Oberbürgermeister Michael Kissel.

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