25 Jahre Heimatverein Worms-Pfiffligheim: Kleiner Festakt mit Eröffnung der Jubiläumsasstellung
Unter vollen Segeln zum Jubiläum
Blick in die Takelage vor der Restaurierung. Die Ausführung von den Segeln, Rahen und dem Tauwerk usw. entspricht in allen Einzelheiten realen Großseglern, ist also voll funktionsfähig. Foto: Michael Adam/Museum der Stadt Worms
Aus Anlass seines Vierteljahrhundert-Jubiläums hatte der Heimatverein Worms-Pfiffligheim in die Lutherbaumstraße zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen. Bei bestem Wetter wurden die über 70 Gäste vom Evangelischen Posaunenchor mit stimmungsvoller Musik empfangen. In gebührendem Abstand war man um das Schaufenster der ehemaligen Bäckerei Baab versammelt und erwartete gespannt, was sich dahinter verbirgt. Bevor der Blick freigegeben wurde, wies Vorsitzender Theo Cronewitz im Namen des Vorstandes in seiner Begrüßung darauf hin, dass andere geplante Veranstaltungen in diesem Jahr leider entfallen mussten und damit auch die übliche Festrede.
Der Rückblick auf die Vereinsgeschichte sei aber im Jahresheft 2020 geschehen und vieles andere aus dem Vereinsleben in den übrigen schriftlichen Zeugnissen dokumentiert, so dass diesem Aspekt eines Jubiläums durchaus Rechnung getragen ist.
Oberbürgermeister Adolf Kessel würdigte dann in seinem Grußwort die vielfältigen Leistungen des Vereins in den 25 Jahren seines Bestehens. Er sprach den Aktiven für diesen ehrenamtlichen Einsatz im Namen der Stadt seinen Dank aus und wünschte für die Zukunft weiter viel Erfolg zum Wohle des Stadtteils.
Aus der Krone des Lutherbaumes
Der Dank des Heimatvereins für die Unterstützung bei der Ausrichtung der Jubiläumsausstellung ging dann insbesondere in Richtung des Museums. Dort wurde das große Modell eines Segelschiffes, erbaut aus dem Holz der Krone des Lutherbaumes, jetzt restauriert. Sein Erbauer nannte es 1883 „Dr. Martin Luther“. Seit 1903 lagert es im Museum. „Es ist ein bedeutendes, sichtbares Stück Heimatgeschichte“, so Theo Cronewitz, „das nun erstmalig öffentlich gezeigt wird“.
Nach einem kurzen Beitrag von Dr. Jörg Koch, in dessen Buch „Der Wormser Lutherbaum“ das Schiff erstmalig dokumentiert ist und dem Auftritt von Klaus Hamm, der „als Lutherbaum“ wie gewohnt kurzweilig seinen Kommentar beisteuerte, wurde die Ausstellung eröffnet. Der Restaurator des Schiffes, Michael Adam, gab unter den Klängen „Freude schöner Götterfunken“ langsam den Blick frei. Das Publikum war begeistert.
Bis zum Gründungstag des Heimatvereins am 28. August ist das Schiff mit begleitenden Erläuterungen zu sehen (aus konservatorischen Gründen wegen der Sonneneinstrahlung erst ab 14 Uhr).