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  • Mo., 18. Mai 2015, 09:56 Uhr
    Ludwigshafener Beigeordneter informiert sich über Wormser Flüchtlingsmodell

    Unterbringung von Flüchtlingen

    OB Michael Kissel (links) und Beigeordneter Dieter Feid besichtigen das Zelt für Flüchtlinge.

    Die immer weiter steigenden Flüchtlingszahlen und die damit verbundenen Unterbringungsprobleme beschäftigen auch andere Kommunen. Die Stadt Worms hatte übergangsweise, bis zur Fertigstellung einer neuen Unterkunft, neu ankommende Flüchtlinge in einem Zelt unterbringen müssen. Auch im benachbarten Ludwigshafen ist man derzeit auf der Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten, denn auch dort sind alle bestehenden Einrichtungen belegt.


    Beigeordneter Dieter Feid informierte sich deshalb nun in Worms bei Oberbürgermeister Michael Kissel über schnell realisierbare Unterbringungsmodelle. Gemeinsam statteten die beiden den Flüchtlingen im Zelt hinter der Nikolaus-Doerr-Halle einen Besuch ab. „Wir müssen in diesem Jahr mit 800 Neuzuweisungen rechnen. Unsere vorhandenen Kapazitäten sind inzwischen erschöpft“, berichtete der Ludwigshafener Beigeordnete. „Bei dem Zelt haben wir uns am Standard des Aufnahmelagers in Trier orientiert“, erläuterte OB Kissel. In der momentanen Situation sei es allerdings schwierig, ein solches Zelt zu bekommen. Der OB erläuterte Dieter Feid die Situation in Worms und informierte ihn auch über die neue Wohnanlage auf dem Motorpool-Gelände. „Wir mussten als Notlösung einige Flüchtlinge für wenige Wochen in einem Zelt unterbringen, doch die neue Unterkunft auf dem Motorpool-Gelände ist fertiggestellt und kann in der kommenden Woche in Betrieb genommen werden“, berichtete der Wormser Stadtchef.


    Auch dort konnte sich Dieter Feid ein Bild machen. OB Kissel führte ihn durch die neue Einrichtung und erläuterte ihm die Rahmenbedingungen: Bis zu 60 alleinstehende Männer können dort untergebracht werden, die Schlafzimmer bieten Platz für jeweils zwei Personen. Neben drei Küchen, mehreren WCs und Duschräumen gibt es zudem einen Waschraum mit Waschmaschinen und Wäschetrocknern. Der Ludwigshafener Beigeordnete zeigte sich sehr interessiert: „Wir werden wohl bis zu 200 Menschen in einer Wohnanlage unterbringen müssen, da uns die Flächen für mehrere kleinere Unterkünfte fehlen“, schilderte er die prekäre Lage in Ludwigshafen.


    „Wir in Worms sind froh, dass wir auf dem Motorpool-Gelände eine menschenwürdige Unterkunft errichten konnten. Langfristig lässt sich die Flüchtlingsproblematik allerdings nicht ausschließlich in den Kommunen lösen“, weiß der Wormser Stadtchef.


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