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  • Mi., 08. Juli 2015, 15:07 Uhr
    Ergebnisse der Einwohnerversammlung: Stadt erarbeitet Stellungnahmen / »Wormser helfen« online

    Unterbringung und Verbesserung der Integration im Fokus

    Bei der diesjährigen Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlinge und Asyl hatten die Bürger die Möglichkeit, ihre Gedanken und Ideen zu äußern.


    Etliche Vorschläge, Sorgen, Ideen und Fragen hatten die Teilnehmer der Einwohnerversammlung zum Thema Flüchtlinge und Asyl Ende Mai geäußert und der Verwaltung an die Hand gegeben.

    Sämtliche Ergebnisse der Tischdiskussionen sind inzwischen den Fachabteilungen zugegangen, die dazu Stellung nehmen werden. Die Stellungnahmen sollen nach der Sommerpause präsentiert werden.

    Dezentrale Unterbringungsformen bevorzugt
    Die Diskussionsergebnisse der Bürger lassen sich in zehn Themenkomplexe gliedern. Ein wesentliches Anliegen ist die Form der Unterbringung der Flüchtlinge. In den Diskussionsrunden hatte sich gezeigt, dass die meisten Bürger dezentrale Unterbringungsformen bevorzugen, Oberbürgermeister Michael Kissel hatte allerdings deutlich machen müssen, dass eine dezentrale Unterbringung aller Flüchtlinge nicht möglich und in einigen Fällen auch nicht zielführend sei.

    Weitere Anliegen in diesem Themenfeld sind unter anderem die infrastrukturelle Anbindung der Unterkünfte an die Innenstadt, Mitgestaltungsmöglichkeiten in den Wohneinheiten, die Entwicklung eines Standards für Unterkünfte und auch die Einrichtung eines „Leerstandsmelders“ für geeignete Immobilien.

    Verbesserung der Integration
    Zweites großes Thema in den Bürgerdiskussionen war die Verbesserung der Integration durch ehrenamtliches Engagement. Die Teilnehmer wünschen sich mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen Flüchtlingen und Bürgern, eine größere Beteiligung der Sportvereine und eine übergeordnete Koordinierungsstelle für Angebote. In diesem Bereich hat sich seit der Einwohnerversammlung bereits einiges getan: Vor wenigen Wochen präsentierten zahlreiche Wormser Sportvereine ihre Angebote im Wohnheim auf dem Motorpool-Gelände. Im Anschluss durften interessierte Flüchtlinge die verschiedenen Sportarten testen und sich auf Wunsch auch bei den Vereinen für eine regelmäßige Teilnahme anmelden.

    Darüber hinaus ist inzwischen auch die online-Plattform von Ehrenamtsbörse und Stadt „Wormser helfen“ (www.wormser-helfen.de) ans Netz gegangen. Hier können soziale Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände Gesuche einstellen. Interessierte Bürger wiederum sehen auf einen Blick, was sie spenden können - seien es nun Haushaltsgegenstände, Möbel oder schlicht Zeit, etwa für die Übernahme von Fahrdiensten.

    „Auch zu den anderen Themenfeldern, die die Bürger eingebracht haben, wie etwa Spracherwerb, Arbeitsmöglichkeiten und kulturelle Bildung werden die Fachbereiche Stellungnahmen erarbeiten, die im Anschluss öffentlich präsentiert und zugänglich gemacht werden“, versichert OB Kissel.

     

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