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Di., 08. April 2014, 20:30 Uhr
Nibelungenschule: Schüler und Lehrkräfte des Metzler-Baus ziehen in mobile Container-Schule um / Schulleitung vollen Lobes für Stadtverwaltung und gelungene Übergangslösung
Unterricht im mobilen und gut ausgestatteten Klassenzimmer
Von links: Rektorin Margit Zobetz, Baudezernent Uwe Franz und Projektleiterin Ursula Awenius-Regente beim Klassenbesuch in einem der mobilen Klassenzimme. Foto: Stadt Worms/Presseabt.
Während die Mädchen und Jungen der Klasse 6a im hellen und modernen Raum dem Unterricht folgen, tragen zwei ältere Mitschüler emsig einen Fernseher über den Flur. Um die Generalsanierung der Nibelungenschule während des Unterrichts durchführen zu können, hat die Stadt auf dem Schulhof des Hofmann-Baus eine dreigeschossige Containerburg aufbauen lassen. Mit Maßen von 26 auf 15 Metern und einer nutzbaren Fläche von 1.150 Quadratmetern bietet das „Gebäude“ ausreichend Volumen, um zuerst die 15 Klassen aus dem zur B9 hin gelegenen Metzler-Bau der Nibelungenschule bequem aufzunehmen.
„Die meisten Klassen sind schon in ihre mobilen Klassenräume umgezogen und werden seit vorletzter Woche in der neuen Containerschule unterrichtet“, gerät Rektorin Margit Zobetz fast schon ins Schwärmen, wenn sie über die Ausstattung der Räume spricht. Und ihrer Meinung habe sich auch das Lehrerkollegium uneingeschränkt bei einer Besichtigung angeschlossen, verdeutlicht die Schulleiterin, dass die Stadt eine sehr ansprechende und zweckmäßige Lösung für die Nibelungenschule gefunden habe.
Helle und freundliche Räume
Hell und freundlich präsentieren sich die transportablen Räume mit einer Ausstattung, die kaum Wünsche offen lässt. Eine eingebaute Heizung sorgt in kälteren Tagen für wohlige Wärme, Rollläden an den Fenstern spenden Schatten und verhindern eine Aufheizung in der wärmeren Jahreszeit. Dank hervorragender Schallisolierung ist von störenden Außengeräuschen im Innern kaum etwas zu hören. Die mobilen Klassenzimmer sind großzügig dimensioniert und bieten genügend Fläche, um die jeweils rund 26 Schülerinnen und Schüler samt Lehrkraft bequem aufzunehmen.
Allen Anforderungen der Schulbaurichtlinien gerecht werden
„Mit einem Container im herkömmlichen Sinne haben diese modernen Raumlösungen nichts mehr gemein“, erklärt die zuständige Projektleiterin des städtischen Gebäudebewirtschaftungsbetriebs, Ursula Awenius-Regente und verweist darauf, dass die mobilen Klassenzimmer allen Anforderungen der Schulbaurichtlinien gerecht werden und sowohl energetisch wie auch brandschutztechnisch dem neuesten Stand der Technik entsprechen. „Unsere Schülerinnen und Schüler wie auch unsere Lehrkräfte fühlen sich hier wohl“, hebt Rektorin Zobetz hervor.
Metzler-Bau vollständig geräumt
Im Metzler-Bau derzeit noch untergebracht ist die Verwaltung der Nibelungenschule, die jetzt aber in die sanierten und neu gestalteten Räume im ehemaligen Schuldienerhaus umzieht. Damit wird dann der Metzler-Bau für die Dauer der rund ein Jahr dauernden Generalsanierung vollständig geräumt sein. Lediglich die beiden schon sanierten naturwissenschaftlichen Fachsäle im Erdgeschoss werden während der Sanierung weiter genutzt.
Kauf statt Anmietung
„Für die modernen Schulcontainer haben wir insgesamt rund 790.000 Euro investiert. In diesem Preis ist die Aufstellung und der Abbau auf dem Schulhof des Hofmann-Baus bereits inbegriffen“, erklärt Baudezernent Uwe Franz, dass man sich für einen Kauf statt für eine Anmietung entschlossen habe, „denn so stehen uns die Container auch gleich zur Verfügung, sobald die Sanierung des Metzler-Baus abgeschlossen (geplante Fertigstellung im März 2015) und der Hofmann-Bau der Nibelungenschule an der Reihe ist, der bis Oktober nächsten Jahres fertiggestellt sein soll“.
Als letzter Bauabschnitt im Zuge der Generalsanierung folge schließlich noch die Brandschutzsanierung der Sporthalle, die bis Mitte 2017 abgeschlossen sein soll. „Insgesamt rund 13 Millionen Euro investiert die Stadt Worms in die aufwendige Sanierung und Modernisierung der über 100 Jahre alten und unter Denkmalschutz stehenden Nibelungenschule“, hebt Baudezernent Uwe Franz hervor.