Do., 08. Oktober 2015, 14:52 Uhr
Kostenlose Museumswoche von „museum live“ für Schulklassen vom 9. bis 13. November / Erneute Kooperation mit „wunderhoeren“-Festival
Unterricht mal anders: Musik und Literatur vergangener Epochen entdecken
Bereits zum vierten Mal veranstaltet „museum live“ vom 9. bis 13. November in Kooperation mit dem „wunderhoeren“-Festival eine kostenlose Museumswoche für Schulklassen. Dann steht das Nibelungenmuseum fünf Tage lang wieder ganz im Zeichen von Musik und Literatur vergangener Epochen. Schulklassen haben die Gelegenheit, kostenfrei an Konzerten, Vorträgen und Workshops teilzunehmen und so auch das museumspädagogische Angebot von „museum live“ kennenzulernen. Sie können zwischen sieben verschiedenen Angeboten wählen, die sich an den Unterrichtsfächern Deutsch und Musik orientieren.
Das Angebot richtet sich an Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe. Die Jungen und Mädchen können während der Museumswoche den Klängen mittelalterlicher Instrumente lauschen und diese selbst ausprobieren, auf den Spuren von Walter von der Vogelweide und Hildegard von Bingen wandeln oder sich in mittelalterlicher Schreibkunst üben. Das gesamte Programm findet man auf
www.nibelungenmuseum.de. Anmelden kann man sich unter museumsvermittlung@worms.de oder 06241/853 41 20.
„Neben Klassikern wie der „Mittelalterlichen Schreibstube“ haben wir diesmal auch die Renner aus dem vergangenen Jahr wieder im Angebot: Workshops zum mittelalterlichen Zupfinstrument „Hummel“, zum Leben eines höfischen Spielmanns und zur Entwicklung der Holzblasinstrumente von der Steinzeit bis zur Wiener Klassik“, verrät Dr. Olaf Mückain, wissenschaftlicher Leiter des Nibelungenmuseums.
Vielfältiges Angebot der Museumswoche
Wieder im Angebot ist der
Workshop „Anno 1508: Die Hummel – auch als Musikinstrument?“, der 2014 seine Premiere feierte und von Instrumentalbaumeister Wilfried Ulrich geleitet wird. Er hat für die Teilnehmer nicht nur einige 100 bis 200 Jahre alte Musikinstrumente mit im Gepäck, sondern gibt den Schülern auch Gelegenheit, sich selbst auf Übungsinstrumenten auszuprobieren.
Beim Schulkonzert von Professor Bernhard Böhm unter dem Titel
„Von der Steinzeit bis zur Wiener Klassik“ stehen dagegen Holzblasinstrumente vergangener Jahrhunderte und Jahrtausende im Mittelpunkt.
Wie das Leben eines Spielmanns ausgesehen hat, und welche Instrumente er beherrschen sollte, erfährt man im Workshop
„Ich war ein höfischer Spielmann…“ von Knud Seckel. Hier üben sich die Teilnehmer auch selbst in höfischer Sitte und mittelalterlichem Tanz.
Passend zum Nibelungenmuseum, befasst sich ein Workshop auch mit der berühmten Heldensage. Im
Nibelungenlied-Workshop wird nicht nur die Frage nach der Entstehungszeit beantwortet, sondern die Schüler schlüpfen auch selbst in die Rollen der berühmten Protagonisten. „Und wenn eine Schulklasse nicht zu uns ins Museum kommen kann, dann gehen unsere Referenten kurzerhand in die Schule“, ergänzt Isabell Schärf-Miehe, die für die Planung der Museumswoche zuständig ist: „Sie bringen dann die Nibelungenkiste mit, die voll bunter Requisiten und didaktischem Material steckt, und gestalten den Unterricht vor Ort.“
Wer die faszinierende Bücherwelt des Mittelalters kennenlernen möchte, dem sei der Workshop
„Besuch in der mittelalterlichen Schreibstube“ ans Herz gelegt. Hier lernen die Teilnehmer den Entstehungsprozess einer mittelalterlichen Buchseite kennen, indem sie kleine Texte verfassen, Initialen kunstvoll verzieren und selbst Farbe herstellen.
Mit zwei berühmten Persönlichkeiten des Mittelalters befassen sich die folgenden Workshops: In
„Hildegard reloaded“ nähern sich die Schüler dem musikalischen Werk der berühmten Nonne praktisch mit Percussion an. Was man unter „Minne“ versteht und wie man ein mittelalterliches Liebesgedicht verfasst, lernen Schüler im Workshop
„Minne-Musik – Walther von der Vogelweide“.