Worms: Evelyn Fellhauer verstärkt seit September die Gleichstellungsstelle der Stadt
Unterstützung für die Gleichstellung
Setzen sich für Gleichberechtigung in Worms ein: Gleichstellungsbeauftragte Melanie Schiedhelm, Oberbürgermeister Adolf Kessel, Evelyn Fellhauer, Bürgermeisterin Stephanie Lohr, Gleichstellungsbeauftragte Jasmine Olbort und Gabriele Menrath. Foto: Stadt Worms
Die Gleichstellungsstelle der Stadt Worms arbeitet seit mittlerweile 34 Jahren an der Verwirklichung des Verfassungsauftrages zur Gleichberechtigung der Geschlechter. Zusätzlich zu ihrem Engagement für die Wormser Bürger hat sie auch die Aufgabe, die Mitarbeitenden der Verwaltung bei Fragen rund um die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie geschlechtsspezifischer Diskriminierung zu beraten und die Verwaltung bei der Entwicklung und Implementierung von Maßnahmen zur Frauenförderung zu unterstützen.
Zur Umsetzung dieses Gesetzesauftrages hat die Gleichstellungsstelle nun personelle Verstärkung bekommen. Evelyn Fellhauer unterstützt seit Anfang September die Gleichstellungsbeauftragten Jasmine Olbort und Melanie Schiedhelm sowie Gabriele Menrath. Sie wird vor allem für die Arbeit innerhalb der Verwaltung zuständig und Ansprechpartnerin für die städtischen Mitarbeiterinnen sein.
Geboren und aufgewachsen im Rhein-Neckar-Kreis absolvierte Evelyn Fellhauer im Jahr 2011 die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten in einer Kanzlei in Heidelberg. Mit dem Willen zur Weiterbildung sowie dem Wunsch, einen sozialen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten absolvierte sie in Konstanz ein interdisziplinäres Studium mit dem Fokus der Kultur- und Wirtschaftswissenschaften. Während eines Auslandsaufenthaltes in Süd- und Südostasien, unter anderem beim Auswärtigem Amt, nahm sie an frauenpolitischen Veranstaltungen teil. Der Abschluss ihres Masterstudiums an der Universität Heidelberg über die politische Männlichkeit in der Gesetzgebung rundet ihr Wissen im Bereich der Gleichstellung ab. Die studierte Ethnologin und Politikwissenschaftlerin ist durch ihre langjährige Arbeit als Rechtsanwaltsfachangestellte mit den Gesetzestexten bestens gewappnet, um ihren Kolleginnen bei der Wahrung der Kontroll- und Mitwirkungsfunktion in der Verwaltung zur Seite zur stehen.
„Mit meinem großen Interesse daran, Strukturen und Normbilder zu hinterfragen freue ich mich jetzt auf das vielfältige und spannende Arbeitsgebiet der Gleichstellungsstelle. Vor allem sehe ich dem Kennenlernen der Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung, Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Worms entgegen“, freut sich Fellhauer auf ihre neuen Aufgaben.
Als alleinerziehende Mutter kennt Evelyn Fellhauer die Schwierigkeiten der Vereinbarkeit von Studium und Familie und freut sich deshalb auf die Arbeit zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Ihren Ausgleich zu den politischen Themen findet sie im Ballettkurs sowie beim Malen.
Zu Beginn möchte sich Evelyn Fellhauer in die vorhandenen Strukturen einarbeiten und die Bedürfnisse der Kolleginnen kennen lernen. In Zukunft freut sie sich auf die Ausgestaltung des internen Netzwerks für die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung. Vor allem möchte sie das Thema der Gleichstellung näher an alle Mitarbeiter heranbringen. „Gleichstellung geht uns alle etwas an und mein Ziel ist es die Problematik der Geschlechterverhältnisse sichtbarer zu machen. In meiner zukünftigen Arbeit möchte ich gerne eine Frauenversammlung durchführen und freue mich im Zuge dessen auf viel Austausch und gegenseitige Stärkung“, nennt Fellhauer ihren Wunsch
Bürgermeisterin Stefanie Lohr begrüßt die Verstärkung der Gleichstellungsstelle: „Wir freuen uns, dass Frau Fellhauer unser Team in der Gleichstellungsstelle verstärkt. Bei der Chancengleichheit der Geschlechter sind wir immer noch nicht am Ziel. Die demographische Entwicklung und der daraus folgende Fachkräftemangel stellen die Gesamtverwaltung vor große Herausforderungen, die wir nur bewältigen können, wenn wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Ein diskriminierungsfreier Arbeitsplatz, gleiche Aufstiegschancen sowie Familienfreundlichkeit sind unverzichtbar um alle Potentiale auszuschöpfen. Ich bin gespannt auf die vielen neuen Impulse, die Frau Fellhauer in die Verwaltung einbringen wird.“