Mi., 27. Mai 2020, 18:19 Uhr
VOLKSBANK ALZEY-WORMS: Stiftung schüttet insgesamt 41.600 Euro aus / 15.000 Euro für Wormser Projekte
Unterstützung über Krisenzeiten hinaus
VON VERA BEIERSDÖRFER Die Volksbank Alzey-Worms unterhält seit 2000 eine eigene Stiftung, die neben dem bankeigenen Spendentopf und dem Zweckertrag aus dem Gewinnsparen als dritte wichtige Säule für Zuwendungen caritativer, sozialer und kultureller Art gilt. Einmal im Jahr werden die Erträge ausgeschüttet und ein Stiftungsrat vergibt die Gelder an Organisationen, die sich zuvor beworben hatten.
„Erträge und Niedrigzinsphase widersprechen sich eigentlich“, erläuterte der Voba-Vorstandssprecher Armin Bork am vergangenen Mittwoch bei der Spendenbergabe in der Hauptgeschäftsstelle. „Da die Bank die Stiftungs-Gelder auf ein eigenes Anlagekonto mit Sonderverzinsung legt, bleibt der Ertrag jedoch weitestgehend konstant, egal welche Kapriolen die allgemeine Zinssituation schlägt“, denn Krisen, so Bork, gab es schon immer und wird es auch immer geben.
Geld für die Region
In diesem Jahr wurden insgesamt 41.600 Euro ausgeschüttet und auf die Gebiete Mainz, Kirchheimbolanden, Alzey und Worms verteilt. In der Nibelungenstadt waren es drei Projekte, die sich über jeweils 5.000 Euro freuen konnten: Das Wormser Montagsmagazin e.V., der Förderverein „Wir für Magnus e.V.“ und der DRK-Kreisverband Worms.
Die anwesenden Vertreter der Organisationen zeigten sich hoch erfreut. Dr. Ulrich Oelschläger, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, führte an, dass die dringend benötigte Finanzspritze für die Renovierung der Magnuskirche genutzt werde.
Wiederkehrende Unterstützung
„Das Geld, das wir verdienen fließt alljährlich – und nicht nur in Krisenzeiten – an die Region zurück z.B. in Form von Spenden und Sponsoringleistungen“, betonte der Volksbank-Chef, der in Kürze seinen Ruhestand antreten wird. „Uns ist jedoch bewusst, dass es in schwierigen Zeiten wie dieser ganz besonders auf die Unterstützung der Menschen in der Region ankommt“.
Immer mal wieder werde dies jedoch angezweifelt und die Bank müsse sich öffentlich Angriffen erwehren „Wir tun was wir können, ohne unsere eigene Existenzgrundlage zu gefährden – alles andere wäre im Hinblick auf nachhaltiges Handeln kontraproduktiv“, unterstrich Armin Bork.
Wilhelm Gerlach, Geschäftsführer der Stiftung, verdeutlichte, dass in der aktuellen Situation Organisationen, die sich um Sozialbelange kümmern, unverschuldet in die Bredouille geraten seien. „Es ist wunderbar, hier ein wenig helfen zu können“.