FDP-STADTRATSFRAKTION: Karl-Marx-Siedlern soll Rederecht im Stadtrat betreffs der beabsichtigten Erweiterung der Förderschule verschafft werden
Unterstützung zugesagt
Verheerende Parksituation: bereits jetzt wird bei der Geschwister-Scholl-Schule in zweiter oder dritter Reihe geparkt.
Die Karl-Marx-Siedlung in Worms mit ihren ca. 1.120 Einwohnern steht als so genannter „Wohnplatz“ den üblichen Wormser Vororten in nichts nach. Trotz ihrer Einwohnerzahl verfügt die Siedlung nicht über einen eigenen Ortsbeirat. Um viele Belange der Siedlung kümmert sich daher die 1932 gegründete „Siedlergemeinschaft der Karl-Marx-Siedlung Worms“. Eine beabsichtigte Erweiterung der Integrierten Förderschule (Geschwister-Scholl-Schule) führt nun in weiten Teilen der Karl-Marx-Siedlung zu Irritationen, Unverständnis bis hin zur Verärgerung, da die Informationen über Art und Umfang der Erweiterung als sehr dürftig und wenig nachvollziehbar empfunden werden, erläutert FDP-Stadtrat Alfred Koch nach einem Gespräch mit der Siedlergemeinschaft sowie der Bürgerinitiative. Auch haben viele Bürger den Eindruck, dass ihre Bedenken nicht gehört werden bzw. sie sind darüber verärgert, dass diese per Abwinken abgetan wurden.
Vernünftiges Verkehrskonzept muss her
Angeregt durch eine vorherige Aktion des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Alfred Koch hat nun die neu gegründete Bürgerinitiative in der Karl-Marx-Siedlung den Liberalen angesprochen und um Unterstützung gebeten. Dabei geht es um äußerst wichtige Punkte, wie beispielsweise ein vernünftiges Verkehrskonzept, das die ursprünglich reine „Wohnplatzstraße“ nicht überlastet. Durch über 70 Schulbedienstete ist die Parksituation verheerend. In der Schulbeginn und -schlussphase wird oft in zweiter oder gar dritter Reihe gehalten, bis zu zehn kleinere Schulbusse fahren an bzw. ab. Dazu kommen dann noch Linienbusse bis hin zu Liniengelenkbussen. Ebenso sind Sicherheitsfragen offen. Welche Auswirkungen z.B. die Emissionen der ehemaligen Mülldeponie auf die Schüler und das Lehrpersonal haben - insbesondere, wenn durch die Baumaßnahmen eine „Büchse der Pandora“ geöffnet wird und dann der Schulbetrieb unter Umständen beeinträchtigt wird oder gar eingestellt werden könnte, fragen sich die Siedler. Auch der ungesicherte Bahndamm der Deutschen Bahn bereitet den Siedlern Sorge. Des Weiteren sind die Karl-Marx-Siedler beunruhigt, wie sich die Art und Größe der Bebauung bzw. Erweiterung entwickeln wird. Denn schon jetzt ist von der eigentlichen Schule aufgrund der behelfsmäßigen Containerbauten kaum noch etwas zu erkennen. Einmal davon abgesehen, dass der Containerkomplex bereits derzeit für einige Siedler ein „hässliches graublaues Etwas“ ist, stellt sich die Frage, wieso wird der Containerwahn fortgeführt bevor das bisherige Behelfswerk endlich seiner Bestimmung entsprechend fertiggestellt wird? „Wird das „graublaue Etwas“ vielleicht sogar zu einem Dauerzustand?“ befürchten die Siedler
Umfassend und nachvollziehbar informieren
Bei einer gemeinsamen Ortsbegehung mit der Bürgerinitiative sowie Vertretern der Siedlergemeinschaft der Karl-Marx Siedlung Worms konnte sich der FDP-Stadtrat ein umfassendes Bild von der Situation machen und hat den Siedlern seine Unterstützung zugesagt. Vor allem müsse der Siedlergemeinschaft Gehör für ihre Situation verschafft werden. Daher werde er beantragen, dass die Siedlergemeinschaft im Stadtrat gehört wird. Außerdem müsse sie umfassend und nachvollziehbar informiert werden. „Abwinkende Aussagen von Amtsträgern nach dem Motto ‚die Siedler sollten sich nicht so anstellen‘ gehen schon mal überhaupt nicht bzw. gehen an den Sorgen der Menschen in der Karl-Marx-Siedlung total vorbei“, so der FDP-Stadtrat Koch.