Rheinhessen Sparkasse: Geschickte Transaktionen an der Börse wurden erneut beim Planspiel Börse belohnt
Urkunden und Preisgelder vergeben
Organisatoren und Teilnehmer freuen sich über den erneuten Erfolg des aktuellen Planspiels Börse. Foto: Rudolf Uhrig
Von Rudolf Uhrig › Am Dienstag hatte die Rheinhessen Sparkasse in Worms zur Preisverleihung die Gewinner im Rahmen des Planspiels Börse eingeladen. Der Wettbewerb startete 1983 mit über 4.500 Teams. Heute im Jahre 2024 ist das Geldinstitut mit Sitz in Worms noch immer dabei – denn, so die Begründung von Vorstandsmitglied Frank Belzer: „Die Sparkassen tragen mit dem Planspiel Börse dazu bei, Jugendliche und Erwachsene mit Wertpapieren vertraut zu machen. Das Börsenspiel vermittelt spielerisch Grundkenntnisse über die Funktionsweise der Börse und baut Hemmschwellen gegenüber der Wertpapieranlage ab. Ebenso werden die Teilnehmenden ermuntert, sich aktiv mit den Kapitalmärkten und dem aktuellen Wirtschaftsgeschehen auseinander zu setzen“.
Mit was man tragen kann
Am 30. Januar diesen Jahres endete also das 41. Planspiel, das am 4. Oktober 2023 in die neue Spielrunde startete. In diesen 17 Wochen konnten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Azubis und junge Erwachsene – über 100.000 bundesweit – erlernen, was und womit man grundsätzlich traden kann. Aber auch wie die Grundlagen der Chartanalyse funktionieren und welche zuverlässigen Instrumente es gibt, mit denen am besten das Chance-Risiko-Verhältnis abgewogen werden kann. Also viel, viel Arbeit für Beate Ohl die seit vielen Jahren das Planspiel Börse des Wormser Kreditinstitutes betreut und dabei immer von Azubis unterstützt wird.
Von DAX-Rekordhoch geprägt
Bevor aber das Sparkassenteam die Sieger bekannt gab und die Urkunden und natürlich auch Geldpreise vergab, hob der versierte Banker Belzer auf den wirtschaftlichen wie politischen Hintergrund des Wettbewerbszeitraums ab, denn „die diesjährige Spielrunde war geprägt von einem Rekordhoch des DAX zum Jahresende, unterstützt durch sinkende Energiepreise und die Hoffnung auf ein sinkendes Zinsniveau. Dies führte zu hohen Gewinnen für die Teilnehmenden im Planspiel Börse.
Teams, die auf Rheinmetall, Amazon, Nvidia und Tesla setzten, erzielten mit rund 1,3 Million virtuellen Aufträgen einen beeindruckenden Gesamtumsatz von über 4,3 Milliarden Euro. Wichtig war Belzer aber auch der Hinweis, dass beim Planspiel nicht nur die Teams mit der höchsten Depotgesamtwertung, sondern auch die Teams mit den nachhaltigsten Geldanlagen prämiert wurden.
Wormser Schulen erfolgreich
In der Schüler-Gesamtwertung hieß das Gewinnerteam „Keiper GmbH“ von der Rheingrafen Realschule Plus in Wörrstadt. Jonas Keiper und Emilian Nargang machten aus dem virtuellen Startkapital von 50.000 Euro stolze 60.399,66 Euro. Auf Platz 2 kamen „Rein in die määss“ vom Gauß-Gymnasium, Platz 3 belegte „The Börsencrasher“ vom Eleonoren-Gymansium und der 4. Platz ging nochmals an Schüler des Gauß-Gymnasiums; sie traten unter dem Nicknamen „Tipico Risiko“ an. Platz 5 ging an 3 Börsianer nochmals von der Rheingrafen Realschule Plus.
In der Nachhaltigkeitsbewertung erwirtschaftete das Team „Schildkröten06“ vom Staatlichen Aufbaugymnasium und Landeskunstgymnasium Alzey mit den Wertpapieren von AMD den höchsten Nachhaltigkeitsertrag mit 3.802,62 Euro.
Im Studierenden-Wettbewerb erreichte Paul Reinecke von der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz in der Gesamtdepotwertung mit 57,128,41 Euro den ersten Platz.
Im Lehrkräftewettbewerb hatte Pablo Crisolli von der Wormser Nelly-Sachs-IGS die richtige Anlagestrategie und erreichte einen Depotgesamtwert von 56.286,09 Euro.
Nächste Runde startet im Oktober
Beate Ohl gab schon mal den Starttermin der 42. Runde an: Am 1. Oktober geht es wieder los. Dann können sich wieder Sparkassen-Teams aus fünf europäischen Ländern messen.