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  • Mo., 29. August 2016, 14:14 Uhr
    Neuer Multifunktionsarbeitsplatz in Betrieb genommen / Patienten profitieren von schonenden und hochmodernen Behandlungsmöglichkeiten

    Urologie setzt auf modernste Technologie

    Prof. Dr. Georg Hofmockel, OB Michael Kissel, Stefan Schwanke und Bernhard Büttner vor dem neuen Multifunktionsarbeitsplatz.

    An der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikum Worms kommt seit kurzem ein neuer urologischer Multifunktionsarbeitsplatz zum Einsatz, der in dieser Form deutschlandweit nur bei wenigen anderen Kliniken Verwendung findet. Das neue Hightech-Gerät ist Lithotripter und endourologischer Arbeitsplatz mit Röntgeneinrichtung in einem und ermöglicht es so verschiedenste Arten von Steinleiden an nur einem Arbeitsplatz zu therapieren.


    „Mit Hilfe eines Lithotripters können Nieren,- aber auch Harnleitersteine durch elektromagnetische Stoßwellen besonders effizient und nahezu schmerzfrei zertrümmert werden. Diese Behandlungsmethode ist allerdings nicht bei allen Steinleiden anwendbar“, erklärt Prof. Dr. Georg Hofmockel, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Worms. „Größere oder ungünstig gelegene Steine beispielsweise können leider nicht durch Stoßwellen zertrümmert, sondern müssen entweder endourologisch – mit Hilfe einer Spiegelung über Harnröhre und Blase – oder minimal-invasiv – also mit nur kleinsten Verletzungen von Haut- und Weichteilen – an einem endourologischen Röntgenarbeitsplatz operativ entfernt werden. Neben solch minimal-invasiven Operationen können an einem urologischen Arbeitsplatz aber auch Patienten mit fortgeschrittenen Tumoren und dadurch auftretenden urologischen Problemen oder Menschen mit Harntransportstörungen behandelt werden. Hinzu kommen sämtliche sonstigen urologischen Röntgenuntersuchungen – besonders schonend auch bei Kindern – und das Abklären von möglicherweise bösartigen Erkrankungen. Da unser neues System Lithotripter und endourologischen Arbeitsplatz vereint steht uns ein hochmodernes Instrumentarium zur Verfügung, um nahezu alle Behandlungsmethoden der modernen Steintherapie an einem Arbeitsplatz durchzuführen“, so der Chefarzt weiter.


    Neben zahlreichen Vorteilen für den behandelnden Arzt profitiert in erster Linie der Patient vom Einsatz dieser einzigartigen Behandlungsmöglichkeit. Die elektromagnetische Stoßwellenbehandlung ist nicht nur besonders effizient, sondern auch nahezu schmerzfrei.


    „Die Ortung der Steine kann auch Ultraschallgesteuert erfolgen, was für den Patienten besonders angenehm ist. Hinzu kommt, dass der Patient beim anschließenden Kontrollröntgen nur einer sehr geringen Strahlenbelastung ausgesetzt ist“, erklärt Prof. Dr. Hofmockel weiter.


    „Die optimale Gesundheitsversorgung unserer Bürger steht für uns an erster Stelle. Deswegen ist es für uns selbstverständlich immer wieder in die apparative Ausstattung des Klinikums zu investieren, um den Patientinnen und Patienten die modernsten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen“, ergänzt Michael Kissel, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums.


     


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