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  • Do., 03. September 2020, 10:32 Uhr
    AfD WORMS: Ex-Grüner Sauerborn zum B-Kandidat gewählt / Unterstützung durch die Landtagsfraktion

    Ursel Bieser ist Landtagsdirektkandidatin

    Ursel Bieser und Ludger Sauerborn.


    Mit der Wahl einer Direktkandidatin für den Landtag ist nun auch die Wormser AfD in den Landtagswahlkampf eingestiegen. Zur Unterstützung der Wormser Parteifreunde waren Dr. Jan Bollinger, Geschäftsführer der Landtagsfraktion, und Damian Lohr, ebenfalls Landtagsabgeordneter und ehemaliger Bundesvorsitzender der AfD Jugend, angereist und hatten gemeinsam die Aufstellungsversammlung routiniert geleitet.

    Ohne Gegenkandidatur
    Aus der Wahlversammlung heraus wurden zwar zwei Kandidaten für das Amt des Wahlkreisdirektkandidaten vorgeschlagen. Da der Wormser Landtagsabgeordnete Heribert Friedmann jedoch auf eine Kandidatur verzichtete, blieb Ursula Bieser die einzige Kandidatin. Die Fraktionsgeschäftsführerin der Wormser AfD Stadtratsfraktion wurde nach einer überzeugenden Vorstellungsrede und der Beantwortung einiger Fragen aus der Wahlversammlung mit nur einer Gegenstimme gewählt.

    Beruflich und politisch erfahren
    Ursula Bieser ist selbständige Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht. Sie ist Seniorpartnerin ihrer seit 1993 bestehenden Kanzlei in Mannheim. Sie ist verheiratet, hat eine 17-jährige Tochter und einen 19-jährigen Sohn und lebt in einem früheren Bauernhof in Leiselheim. Ursula Bieser war Mitgründerin der AfD in Rheinland-Pfalz und Gründungsvorsitzende der Wormser AfD, Direktkandidatin der AfD in Worms für die Bundestagswahl 2013 und bekleidet das Amt der Kreisvorsitzenden seit einem Jahr wieder.

    In Coronazeiten demokratische Rechte bewahren
    Bieser führte in ihrer Bewerbungsrede aus, der Schwerpunkt ihrer politischen Arbeit sei die Stärkung der Familie. Steuerrechtlich sei ihre Zielsetzung die Besserstellung der Familie durch die Einführung eines Familiensplittings. Weiterhin legt die AfD Kandidatin ihren Fokus auf die Wahrung der Grundrechte, als Grundlage allen Handelns der Regierung und der Verwaltung. Aufgabe des Staates sei es, so führte sie aus, sichere Bedingungen in Frieden und Freiheit für das Leben und Arbeiten der Bevölkerung zu schaffen. Aufgabe der Bevölkerung sei es dann eigenverantwortlich und nachhaltig im geschützten Umfeld der Familie Kinder zu verantwortlichen Erwachsenen zu erziehen, Eigentum aufzubauen, Unternehmen zu gründen und für das Alter vorzusorgen.
    Seine Kernaufgaben habe der Staat in den vergangenen Jahren zugunsten ideologischer Phantasien verlassen. Die negativen Folgen erlebe jede Familie in Worms, in Rheinland-Pfalz, in Deutschland, kritisiert die Wormser AfD Direktkandidatin.

     Sauerborn will Bieser im Wahlkampf unterstützen
    Auch für das Amt des B-Kandidaten gab es nur einen Bewerber, Ludger Sauerborn, den Fraktionsvorsitzenden der AfD im Wormser Stadtrat. Das Gründungsmitglied der Grünen und ehemalige langjährige Stadtratsmitglied der Wormser Grünen erläuterte in seiner Bewerbungsrede ausführlich warum er sich heute für die AfD engagiert. Seit der Gründung der Grünen vor 40 Jahren habe sich dreierlei verändert.

    Die politischen Probleme seien heute zum Teil andere, die Grünen hätten sich nachteilig verändert, aber auch er habe teilweise heute andere politische Positionen. Er habe durch seine Berufstätigkeit als Lehrer an einer berufsbildenden Schule und seine zweite Ehe mit einer Chinesin und das Leben in einer multikulturellen sechsköpfigen Familie viel dazu gelernt, er sei heute weniger naiv. Alle Anwesenden konnte Sauerborn offensichtlich nicht überzeugen, denn er wurde zwar ebenfalls mit großer Mehrheit gewählt, erhielt aber auch drei Gegenstimmen.

    Sollte er irgendwann einmal für Ursula Bieser im Landtag nachrücken, wolle er sich der Bildungs- und Schulpolitik sowie der Migrations- und Integrationspolitik widmen. Seine Aufgabe als B-Kandidat sieht er allerdings vor allem in der Unterstützung von Ursel Bieser, wenn diese zum Beispiel aus beruflichen Gründen im Wahlkampf verhindert sei. Erfahrung als Direktkandidat hat Sauerborn übrigens schon. 2001 war er Landtagsdirektkandidat der Grünen, 1996 deren B-Kandidat.

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