Die neue Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) um den Hamburger Ökonomieprofessor Bernd Lucke hat in einer Wahlkreiskonferenz in Alzey die Wormser Rechtsanwältin Ursula Bieser, 50, als Direktkandidatin für den Bundestagswahlkreis 207 gewählt. Bieser, die auch Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Worms ist, erhielt bei ihrer Wahl am Dienstag nur eine Gegenstimme.
Bieser bezeichnete es in einer Grundsatzrede als „nicht unmöglich“, das Direktmandat im Wahlkreis zu erringen. Sowohl SPD als auch CDU träten mit Kandidaten an die fast ebenso unbekannt seien wie sie selbst, gleichwohl stünden die klassischen Bundestagsparteien anders als die AfD für die Fortsetzung einer Politik der Vergemeinschaftung der Schulden der Euro-Länder - ein Vorhaben, dass den Arbeitnehmern und Sparern in Deutschland immer mehr Lasten aufbürde.
Bieser: „Das kann so nicht weitergehen“. Die frischgebackene Bundestagskandidatin bezeichnete das Abschmelzen der extrem hohen Einkommensunterschiede, die steuerliche Entlastung der Familien des Mittelstandes und die Reform des Euro-Währungssystems als ihre künftigen politischen Arbeitsschwerpunkte.
Die AfD-Kandidatin Ursula Bieser ist verheiratet, hat zwei Kinder, und ist Senior-Partnerin einer Mannheimer Anwaltskanzlei. Sie will sich und ihre politischen Vorstellungen den Wählern bei Wahlveranstaltungen, an Info-Ständen und bei Podiumsdiskussionen in Worms und im Kreisgebiet präsentieren. Bieser kündigte die Gründung des AfD-Kreisverbandes Alzey-Worms für kommende Woche an.