ERFOLG: Organisatoren Uzatmaz Serdar und Silvio Schott lockten viele Wormser ins „Väddel“
Väddelfest für den guten Zweck
Von links: Kevin Mwangi, Eva Stallmann, Sinem Engel, Sila Ecem Uzatmaz, Hamiyet Uzatmaz, Mira Ecem Uzatmaz, Serdar Uzatmaz, Jasmin Schott, Michaela Schott, Petra Ross.
Das „Väddel-Fest“ war wieder ein Erfolg. Auch in diesem Jahr luden Uzatmaz Serdar und Silvio Schott Wormserinnen und Wormser zum diesjährigen Väddelfest ein. Das Event, welches letztes Jahr Premiere feierte und die Absicht hat, viele Menschen, welche im sogenannten Väddel wohnen/gewohnt bzw. sich hinzugezogen fühlen, im Sommer zusammenzubringen, wurde erneut mit Beliebtheit besucht. Im Gegensatz zur Premiere im letzten Jahr, wussten wir in diesem Jahr, dass man mit mindestens 150 Gästen rechnen kann und dementsprechend vorbereiten muss. Letztendlich kamen auch cairca 250 Gäste, welche nicht nur aus dem Väddel waren, sondern aus anderen Stadteilen von Worms, um das berühmte „Väddelfest“ zu erleben.
Soziale Medien brachten Idee
Das Väddelfest entstand durch eine Idee aus Facebook. Hier hatten einige Mitglieder der „Väddel-Gruppe“ die Idee eingebracht, wie schön es wäre, wenn die Gruppe sich nicht nur „virtuell“, sondern auch „persönlich“ treffen könnten. Soziale Medien können das Leben und den Dialog untereinander vereinfachen, jedoch kann nichts die persönliche Bindung zu einem Menschen ersetzen. Es ist doch ein sehr bewegendes Gefühl, einem Menschen, welchen man seit 20 Jahre nicht gesehen hat, zu umarmen und sich an die „alten Zeiten“ im Väddel zu erinnern, erklärte der Geschäftsmann Serdar Uzatmaz, welcher auch für die SPD seit 2014 im Stadtrat aktiv ist und selbst einmal im Väddel seine Kindheit verbracht hat. Unterstützung bekamen die beiden vom DJ Frank Schäfer, welcher den ganzen Tag, u.a. auch Lieder aus den 80er und 90er Jahren spielte und somit die Besucher zumindest gedanklich in die Vergangenheit versetzte und seine Gage zum Wohle des Festes spendete.
„Von ganz unten nach ganz oben“
Die Einnahmen aus dem Väddelfest werden wie letztes Jahr für einen guten Zweck gespendet. Letztes Jahr wurden 600 Euro eingenommen, welche nach Absprache mit den Mitgliedern der Facebook-Gruppe, dem Lucas Kindergarten gespendet wurde. Wohin die Einnahmen des diesjährigen Väddelfest gehen werden, wird wie letztes Jahr die Gruppe entscheiden, fügte Jasmin Schott hinzu. Eine Überlegung wäre z. B. Kindern, welche im Väddel wohnen und finanziell nicht gut aufgestellt sind, Schulmaterial, sei es Stifte, Hefte, Frühstücksbox, Thermoskanne etc. zu kaufen. „Auch wir hatten zu unserer Schulzeit nicht das nötige Kleingeld dafür und würden uns freuen, wenn wir damit den benachteiligten Kindern eine Freude bereiten könnten“, betonten Serdar Uzatmaz und Silvio Schott, welcher ebenfalls im Väddel groß geworden ist und nun sein eigenes Unternehmen hat. Die Geschäftsleute möchten mit ihren Aktionen den sozial benachteiligten Menschen damit auch signalisieren, dass man mit dem nötigen Einsatz, von ganz unten auch nach oben kommen kann und dass sich Fleiß stets auszahlt. Ganz besonders möchte sich das Organisations-Team bei allen Helferinnen und Helfern, welche das Väddelfest möglich gemacht haben, bedanken. Insbesondere den Bewohnern, welche unentgeltlich Strom und Wasser zur Verfügung gestellt haben, gebührt der Dank. Frei nach dem Motto „nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ bereitet sich das Team nun auf das Väddelfest 2020 vor und freuen sich auf viele Besucher.