Mi., 23. Juli 2014, 09:21 Uhr
Pfarrerin verlässt die Gemeinden Wachenheim und Mölheim und wechselt nach Pfeddersheim
Verabschiedung von Pfarrerin Almut Kunzmann
Am vergangenen Sonntag fand die Verabschiedung von Pfarrerin Almut Kunzmann statt. Seit 2007 war Kunzmann Pfarrerin in den beiden kleinen Ortschaften Wachenheim und Mölsheim, zum 1. September diesen Jahres wechselt sie nun nach Worms-Pfeddersheim. Dekan Harald Storch verabschiedete sie im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in ihrer Gemeinde.
Kunzmann, die verheiratet ist und eine Tochter hat, studierte in Bethel und Heidelberg und absolvierte bereits ihr Vikariat im Dekanat Worms-Wonnegau, in den Gemeinden Worms-Ibersheim und Hamm. Nach einem Schlenker über Viernheim und Elternzeit trat sie im Januar 2007 ihre Stelle als Pfarrvikarin in Wachenheim und Mölsheim an. Mittlerweile ist sie Pfarrerin auf Lebenszeit.
„Lebensbegleitung“ der Gemeindeglieder
Was ihr besonders am Herzen liegt, beschreibt Almut Kunzmann als „Lebensbegleitung“ ihrer Gemeindeglieder. Nebenbei hat sie auch vierjährige Zusatzausbildung in Gestalttherapie absolviert. Was ihre aktuelle Pfarrstelle ausmacht? „Das ist das Leben hier mit den Menschen in einem kleinen Ort. Dadurch entsteht eine Nähe zum Einzelnen, Kinder wie Ältere kennen mich hier und umgekehrt,“ beschreibt Kunzmann das Leben als „Dorfpfarrerin“. „Sehr eindrücklich waren für mich die Aussegnungen Verstorbener, bei denen ich noch vor dem Bestatter gerufen wurde, als die Verstorbenen noch zu Hause waren,“ erzählt Kunzmann weiter.
Während der letzten Jahre hat die Pfarrerin allerlei Veranstaltungen in den beiden Gemeinden eingeführt. Manche davon sind lokal wie die Taufe im Grünen, die einmal im Jahr in Wachenheim in stattfindet, andere wiederum sogar rheinhessenweit wie die Veranstaltung „Kommunikation und Kultur“.
Wechsel mit lachendem und einenden Auge
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedet sich Kunzmann aus ihrem jetzigen Amt. Schon bald wechselt sie nach Worms-Pfeddersheim und freut sich auf die Aufgaben, die sie im Rahmen ihrer neuen Stelle erwarten. „Ich bin sehr dankbar für die Zusammenarbeit mit den beiden Kirchenvorständen in Wachenheim und Mölsheim. Diese und die vielen anderen so engagierten Leute werde ich auf jeden Fall in Erinnerung behalten,“ ist sich 44-jährige sicher.
Und immerhin bleibt der Familie das Leben in den ländlichen Strukturen erhalten: „Das Zusammenwirken von Natur und den Jahreszeiten ist schöpfungsverbunden und mir wichtig. Reizvoll ist für mich auch die Größe der Gemeinde. Und innerhalb der weiten Spanne zwischen Kindergarten und Altenheim macht mich das neue, vielseitige Arbeitsfeld neugierig,“ erzählt Kunzmann von ihren Erwartungen. Besonders freut sie sich auf die Teamarbeit mit der Pfarrkollegin und dem Gemeindepädagogen in Pfeddersheim.
Pfarrerin Dr. Erika Mohri ist mit einer halben Pfarrstelle dort und wird unterstützt von Gemeindepädagogen Peter Kissel. „Und da unsere Tochter im kommenden Schuljahr in die 5. Klasse nach Worms gehen wird, ist der Zeitpunkt für diesen Wechsel ideal,“ freut sich die Pfarrerin.