
Um Auskunft gebeten hat Bundestagsabgeordneter Marcus Held (SPD) das Bundesverkehrsministerium, nachdem bekannt wurde, dass bei der Sanierung der A61 zwischen Gundersheim und Alzey statt dem ursprünglich vorgesehenen, lärmdämmenden Splitmatrixbelag nun ein Gussasphalt-Belag verbaut werde. „Hier war offenbar nicht ersichtlich, ob dieser bauphysikalisch anders zugeschnittene Belag auch eine Lärmreduzierung mit sich bringt“, reagierte der Parlamentarier sofort auf entsprechende Hinweise aus der Bevölkerung.
Wie das Bundesverkehrsministerium nun Marcus Held mitteilte, werde im Zuge der A61-Erneuerung im genannten Abschnitt ein lärmarmer
Gussasphalt verbaut, der lärmtechnisch dem Splitmatrixasphalt entspreche. „Der für beide Beläge zugrunde liegende Korrekturwert müsste in etwa zu einer Halbierung des bisherigen Lärmpegels führen“, verdeutlicht Held die zu erwartende Wirkung. Im parteiübergreifenden Bündnis gegen den A61-Autobahnlärm engagiert sich der SPD-Politiker zusammen mit den Bündnis-Initiatoren Hans H. Brecht und Heike Schubert seit Ende 2012 für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität für die vom Autobahnlärm betroffenen Menschen in den angrenzenden Gemeinden.
„Täglich befahren die A61 rund 70.000 Fahrzeuge, werktags wie auch am Wochenende und rund um die Uhr“, führt Hans H. Brecht (SPD) diese enorme Verkehrsdichte vor Augen. Vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen hätten die Bürger bis zu 60 Dezibel und mehr am Tag und in der Nacht verkraften müssen, nun bleibe abzuwarten, ob die Erneuerung der A61 auch eine merkliche Verminderung des krank machenden Lärms bewirke. „Andernfalls werden wir bei Bund und Land ergänzende Lärmschutzmaßnahmen einfordern, wie z. B. in Form von Lärmschutzwänden“, betont MdB Held, der sich in dieser Woche an der A61 persönlich ein Bild vom Fortgang der Sanierungsmaßnahmen machte.
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