Mo., 02. Dezember 2013, 19:07 Uhr
Regionales Kirchenparlament tagt in Worms / Ehrungen für langjähriges Engagement speziell
Verdiente Würdigung
"Die Tätigkeit für die Kirche hat mich bei aller Anstrengung immer mit sehr viel Freude erfüllt!" Mit diesem positiven Resümee blickte Klaus Martin, langjähriger Vorsitzender des Dekanatssynodalvorstands (DSV) im Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau, während der halbjährlichen Synodentagung auf sein langjähriges kirchliches Wirken zurück. Eröffnet wurde die Zusammenkunft mit einem Gottesdienst, bei dem Klaus Martin von Dekan Harald Storch und Propst Dr. Klaus-Volker Schütz für sein 40-jähriges Engagement mit der silbernen Ehrennadel der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) ausgezeichnet wurde.
Würdigung für Klaus Martin
Während der Sitzung im Wormser Stadtteil Neuhausen würdigten Propst und Dekan den noch bis Ende des Jahres amtierenden Präses für seine zahlreichen Tätigkeiten. Bereits seit 1975 ist Klaus Martin Mitglied im Kirchenvorstand Rheindürkheim. Von 1998 bis 2001 stand er dem früheren Dekanat Osthofen, dann seit 1998 dem Dekanatssynodalvorstand (DSV) von Worms-Wonnegau als Präses vor. Unter anderem hat er während dieser Zeit - gemeinsam mit Dekan Storch - die Fusion der Dekanate Worms und Osthofen umgesetzt und in verschiedenen Ausschüssen der Kirchenleitung mitgearbeitet. Darüber hinaus engagierte er sich auf landeskirchlicher Ebene in der Konferenz der DSV-Vorsitzenden und als Sprecher der rheinhessischen Dekanate. Ferner arbeitete er unter anderem in der AG Zukunft der regionalen Diakonischen Werke sowie im Partnerschaftsausschuss der rheinhessischen Dekanate mit, der sich für die Partnerschaft der Propstei Rheinhessen mit einer indonesischen Kirche einsetzt.
Kirche lebt vom Engagement
"Die Kirche lebt von solchem Engagement, vom aktiven Zusammenspiel ehren- und hauptamtlicher Mitarbeitenden", hielt Dekan Storch bei der Würdigung fest. Dies unterstrich er auch mit Blick auf eine Leitlinie des Heidelberger Katechismus: Es sollte "auch jeder seine Gaben willig und mit Freuden zum Wohl und Heil der anderen gebrauchen." Eine Weisung, der im hiesigen Dekanat auch zahlreiche andere Menschen gern folgen – und so wurden bei der Herbstsynode noch weitere Personen gewürdigt, die seit etlichen Jahren hier tätig sind und nun ein Dienstjubiläum feiern durften: Sozialpädagogin Cornelia Vollmert wurde für ihre zehnjährige, Diplompsychologe Thomas Mohr für seine 20-jährige Mitarbeit in der evangelischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung geehrt.
Ebenfalls geehrt wurde Ellen Drolshagen, die seit nunmehr 20 Jahren als Dekanatskirchenmusikerin tätig ist, sowie der Gemeindepädagoge Karl-Wilhelm Krumm für insgesamt 30 Jahre – davon über 20 Jahre lang in der evangelischen Magnusgemeinde, seit 2005 ist die Arbeit des Gemeindepädagogen auf das Dekanat übertragen. Dekan, Präses und Propst würdigten die Dienstjubilare allerdings nicht nur für ihr Wirken, sondern gaben ihnen für ihr weiteres Tun auch eine Art "Wegzehrung" mit – als Zeichen des Dankes gab es für jeden einen Rucksack gefüllt mit Proviant, der sie auf den künftigen Dienstpfaden begleiten möge.
Neuer Standort für den Diakonieladen
Im Anschluss an den Gottesdienst beschäftigte sich die Synode unter anderem mit der Aufstellung eines sogenannten Findungsausschusses: Da Präses Martin zum 31. Dezember von seinem Amt zurücktreten wird, soll dieses Gremium, bestehend aus zwei DSV-Mitgliedern und fünf Synodalen, Kandidaten für die im kommenden Jahr stattfinde Präses-Wahl benennen. Weitere Themen der Synode waren der Haushalt 2013, der ordnungsgemäß abgeschlossen wurde, sowie die Vorstellung des Haushaltsplans 2014. Diskutiert wurde nicht zuletzt die Zukunft des Kirchen- und Diakonieladens "Beim Luther". Auch wenn aufgrund der wirtschaftlichen Rentabilität für den "Luther-Laden" im kommenden Jahr ein anderer Standort gefunden werden soll, wies Anne Fennel, Leiterin des Diakonischen Werkes Worms-Alzey, auf die positive Resonanz hin, die der Laden sowohl bei Wormser Bürgern als auch Touristen gefunden habe und lobte das Engagement der Ehrenamtlichen - darunter auch Mitglieder der Synode - für dieses von Diakonischem Werk und Evangelischem Dekanat gemeinsam getragene Projekt.