
Von Karolina Krüger Der Kölner Künstler Gunter Demnig konnte am Samstag 19 weitere Stolpersteine zur Erinnerung an verfolgte Menschen im Dritten Reich in Worms verlegen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Warmasia wurde anlässlich der elften Verlegung der Familien Meyer, Kagan, Neumann und Wachenheimer gedacht. In der Lindwurmgasse, dort wo das im Krieg zerstörte Haus Nummer 10 stand, begann die Zeremonie. Familie Meyer lebte hier mit ihren 8 Kindern, sechs Familienmitglieder fielen dem Naziregime zum Opfer und starben in Belzec und Theresienstadt. Eine der ermordeten Töchter Josef Meyers, Franziska, so berichtete Maria Storf-Felden aus ihrer Recherche zur Geschichte der Gästeführer in Worms, diente sich zusammen mit ihrer Schwester Eleonore Gästen der Stadt in den 1920er Jahren als Fremdenführerin, insbesondere für das Lutherdenkmal an. Dokumentiert wurde das in Beschwerdeführungen gegen die Schwestern, die Storf-Felden im Stadtarchiv gefunden hatte. Manfred Dröge und Brigitte Bauer begleiteten die Stolpersteinverlegung mit Berichten aus dem Werdegang der Familie und Gedichten im Gedenken an die verfolgten und getöteten Familienmitglieder. Weitere Steine wurden am Obermarkt, der Seidenbenderstraße und der Friedrich-Ebert-Straße eingelassen.
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