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Di., 02. April 2013, 23:20 Uhr
Vergessen, das Spiel vor der Pause zu entscheiden
TSG Pfeddersheim unterlag gegen Arminia Ludwigshafen mit 1:2 / Heute Abend SWFV-Verbandspokal-Heimspiel gegen den Oberliga-Zweiten SVN Zweibrücken
Von Klaus Diehl Selbst Gästetrainer Thomas Fichtner bestätigte, dass Pfeddersheim in den ersten 45 Minuten die bessere Mannschaft war, aber aus ihren Chancen zu wenig machte. „Sie verpassten, das 2:0 vorzulegen, da wäre die Partie für uns wohl verloren gewesen“, so der Arminia-Coach. Auch TSG-Trainer Norbert Hess trauerte diesen ersten 45 Minuten nach, wo man durch Sebastian Schulz und Alexander Nazarov weitere gute Möglichkeiten hatte, die 1:0-Führung von Alexander Nazarov nach Doppelpass mit Arijan Berisha in der 14. Minute bis zum Pausenpfiff für die ersatzgeschwächten Gastgeber weiter auszubauen.
Substanzverlust auffangen Der Gästetrainer hatte eigentlich vorgehabt, durch den Einsatz frischer Spieler, den Substanzverlust der letzten 14 Tage auffangen zu können. Wie wenig er mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war, zeigte die Maßnahme, dass er nach der Halbzeitpause gleich drei andere Spieler auf den Platz schickte, die letztlich auch für den Sieg verantwortlich sein sollten.
Allerdings unter gütiger Mithilfe der TSG-Abwehr. So beim 1:1-Ausgleich durch den eingewechselten Denis Schuler nur drei Minuten nach Wiederanpfiff. Der größte Spieler auf dem Platz stieg nach einer Ecke am höchsten und versenkte per Kopf das runde Spielgerät zum 1:1-Ausgleich im Pfeddersheimer Tor.
Der Appell des Gästetrainers an seine Mannschaft schien gefruchtet zu haben: „So wie wir uns in der ersten Halbzeit präsentiert haben, kann man nicht gewinnen, denn Pfeddersheim war in dieser Phase die bessere Mannschaft.“ Doch für solche Komplimente kann man sich bekanntlich nichts kaufen, wenn man sich bietende Chancen nicht verwerten kann.
Pfeddersheim hatte bis zur 63. Minute Glück, dass die Gäste zuvor drei weitere gute Möglichkeiten – darunter einen Lattenknaller nach einem Freistoß von Jens Leithmann – nicht nutzten konnte, ehe dem ebenfalls zur Pause eingewechselten Christian Stamer das 2:1 für die Gäste gelang. Norbert Hess war stinksauer, denn beide Tore wären zu verhindern gewesen. Glück aber auch für die Gäste, als in einem Getümmel in ihrem Strafraum Mario Cuc einen eigenen Mitspieler anschoss. Als Arijan Berisha (66.) nach einem Foul die Ampelkarte sah und nur wenig später auch noch Abwehrchef Matthias Lang mit einer Zerrung passen musste, waren die Gastgeber zwar weiterhin bemüht, aber letztendlich nicht durchschlagskräftig genug vor dem Arminia-Tor.
Mit welcher Mannschaft Pfeddersheim heute Abend im Pokal gegen den SVN Zweibrücken auflaufen kann, richtet sich in dem einen oder anderen Fall nach der Zustimmung der Ärzte. Mathias Tillschneider, Marcel Edel und Jakob Siebecker werden weiter fehlen, wie auch hinter dem Einsatz von Matthias Lang und Kevin Gotel (von Beginn an?) ein Fragezeichen steht. Gegen Arminia Ludwigshafen spielten: Thorsten Müller, Sven Oswald, Matthias Lang (71. Dennis Becht), Björn Miehe, Mario Cuc, Tobias Klotz, Arijan Berisha , Dennis Seyfert (Emre Aslan), Alexander Nazarov, Sebastian Schulz, Ali Aslan (65. Kevin Gotel).
TSG-Torhüter Thorsten Müller tauchte in der Nachspielzeit persönlich vor dem Gästetor auf und hätte eigentlich einen Strafstoß verdient gehabt. Denn wie die obige Szene beweist, wurde er vom Gästetorhüter Peter Klug mit der linken Hand am Trikot festgehalten, während die andere Hand den Ball aus der Gefahrenzone boxte. Foto: Klaus Diehl