Nach knapp 29 Jahren ist nun am nächsten Donnerstag vorerst Schluss: Der so genannte „Ständebaum“ in Herrnsheim muss weg. „Durch Staunässe im Fundamentbereich, wo sich das Regenwasser vom Baum abwärts immer gesammelt hat, haben sich Pilze gebildet. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Standsicherheit des Stamms nicht mehr gewährleistet ist“, erklärt Dieter Rauh, Leiter der Abteilung Grünflächen und Gewässer der Stadtverwaltung. Die Stadt, auf deren Grünfläche der Ständebaum derzeit steht, haftet für das Objekt. „Wir wollen natürlich kein Risiko eingehen, deswegen lassen wir den Baum nun entfernen“, erklärt Ortsvorsteher Andreas Wasilakis.
Fast drei Jahrzehnte lang prägte er den Ortseingangsbereich aus Richtung Abenheim auf seinem Platz vor der Gaststätte „Zum grünen Baum“. In seiner „Krone“ sind Tafeln mit den Emblemen der Herrnsheimer Vereine und Stände angebracht.
„Wir hätten den Baum zunächst auch mit einem Autokran aus seinem Fundament heben können, um den unteren Bereich genauer zu untersuchen, doch der Aufwand hätte sich in Anbetracht des Alters der Mastanlage nicht gelohnt“, berichtet Dieter Rauh. Dass der Stamm nun abgetragen wird, bedeute jedoch nicht das endgültige Ende des Ständebaums, verspricht der Ortsvorsteher. Er wolle mit den Herrnheimer Vereinen in Kontakt treten, um in einer Gemeinschaftsaktion die Restaurierung des Ständebaums zu ermöglichen. „Wir wollen nicht den städtischen Haushalt damit belasten“, macht der Ortsvorsteher deutlich. Nichts desto trotz werde die Stadt die Herrnsheimer beim Wiederaufstellen des Baumes selbstverständlich unterstützen, versprach Dieter Rauh.
Damit der Ständebaum auch künftig das Ortsbild prägen kann, benötigt er zumindest einen neuen Stamm – ob der wieder aus Holz oder diesmal aus Aluminium angefertigt werden wird, steht derzeit noch offen. Wenn möglich, soll auch die Krone ein wenig „aufgefrischt“ werden. Diese wird nun zunächst im Schlosskeller eingelagert.