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    FUSSBALL LANDESLIGA: Unentschieden in Gimbsheim / Festival der vergebenen Torchancen

    Verkehrte Welt im Derby

    Vor dem Wormatia-Gehäuse war einiges los. Die Gastgeber initiierten Angriff auf Angriff. Der Ertrag war zu wenig in der ersten Hälfte.
    Foto: Felix Diehl

    Von Marcus Diehl › Das Landesliga-Derby zwischen dem SV Gimbsheim und dem VfR Wormatia Worms II endete am Sonntagmittag mit 3:3 (1:3) Unentschieden. Eine Partie, die vom Spielverlauf her nicht an jedem Spieltag zu sehen ist. Die Wormatia führte zur Pause und wusste eigentlich nicht, wie es dazu gekommen war. Die ersten zehn Minuten nahmen ihren normalen Verlauf. Durch die Oberliga-Leihgabe Emre ging der VfR in Führung. Danach übernahmen die Altrheiner das Kommando. Angriff auf Angriff rollte auf das Wormatia-Gehäuse. Mit ihrem Angriffsverteidigung hat das Team von Trainer Steven Jones ihren Gegner permanent unter Druck gesetzt. Wormatia-Coach Björn Weisenborn stellte fest: „Sie haben hart gepresst und uns zu Fehlern gezwungen. Das darf uns in solcher Weise nicht passieren.“ Nur der Ertrag war viel zu wenig. 

    Trainer Steven Jones: „Das war schon verrückt. Erspielen uns Chance um Chance. Pfosten, Latte etc. alles war dabei.“ Fast jeder Akteur seiner Truppe war daran beteiligt. Doch keiner war in der Lage, den Ball über die Linie zu bringen. Es war aber nicht alles nur dem Pech zuzuordnen. Einige Unzulänglichkeiten müssen sie sich auch ans Revers heften. Beste Einladungen der Wormatia wurden nicht in Tore umgemünzt. Anders der VfR. Drei Versuche – drei Tore. Per Elfmeter und gut freigespielt erzielte Omar Hashem Sayed die Treffer zwei und drei. Den Glauben brachte der Anschlusstreffer kurz vor der Pause zurück. Ein Wormatia-Querpass landete direkt bei Diyar Yildiz und er traf ins leere Tor. 

    Aufholjagd mit Ausgleich

    Mit voller Überzeugung starteten die Gimbsheimer in die zweite Hälfte. Innerhalb von vier Minuten war der Ausgleich erreicht. Der beste Akteur auf dem Feld, Reda Chkifa, war für beide Tore verantwortlich. Zuerst traf er mit einem an ihm selbst verursachten Foulelfmeter. Kurz darauf mit einem Traumtor in den Winkel. „Die Jungs haben nicht aufgegeben und wurden für ihre starke Aufholjagd belohnt“, war Steven Jones begeistert. Ausgerechnet Chkifa konnte nach einer Stunde Spielzeit nicht mehr weiterspielen. Der VfR kam ins Spiel zurück. Beide Teams hatten ihr Pulver aber verschossen. Jedes Team hatte den möglichen Siegtreffer verballert. 

    Mit je einem Platzverweis für jede Mannschaft wurde die Partie beendet. „Das Spiel hätte noch höher ausgehen können“, so Björn Weisenborn. Glück hatten die Gastgeber Sekunden vor dem Ende, als der Wormate Luca Graciotti am Tor vorbeischießt. „Wenn Graciotti das Tor macht – das wäre nicht verdient gewesen“, analysierte Steven Jones. So müssen beide Trainer mit dem Remis leben, auch wenn es für beide ärgerlich sein dürfte.

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