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  • Mi., 21. Mai 2014, 07:53 Uhr
    Erste kooperative Promotion am Fachbereich Touristik/Verkehrswesen erfolgreich abgeschlossen

    Veronika Görtz erhält Doktorgrad von der Universität Grenoble II

    Veronika Görtz, Absolventin des Fachbereichs Touristik/Verkehrswesen der FH Worms, hat am 20. Februar ihre Promotion zum Thema Les agences de voyages à l’ère de l’e-tourisme - Etude comparée des évolutions en cours entre l’Allemagne et la France (Die Reisebüros im Zeitalter des e-Tourismus - Vergleichende Studie der aktuellen Entwicklungen in Deutschland und Frankreich) an der Université Pierre-Mendès France, Grenoble II erfolgreich abgeschlossen. Dazu gratuliert der Fachbereich Touristik/Verkehrswesen recht herzlich!

    Dazu der Dekan des Fachbereichs Touristik/Verkehrswesen, Prof. Dr. Hans Rück: »Frau Görtz ist zwar nicht unsere erste Absolventin, die eine Promotion erfolgreich abschließt; unser Fachbereich hat immerhin schon zwei Professoren unter seinen Ehemaligen aufzuweisen. Allerdings ist Frau Görtz die erste Absolventin, die eine kooperative Promotion erfolgreich abgeschlossen hat, noch dazu an einer ausländischen Hochschule. Das ist für die gesamte Fachhochschule Worms ein sehr schöner Erfolg und belegt, dass das Wissen und die Kompetenzen, die wir hier vermitteln, sehr wohl dazu befähigen, höhere akademische Weihen zu erreichen!«

    Mit bestmöglicher Note bewertet
    Die Arbeit wurde von der sechsköpfigen Promotionskommission mit der bestmöglichen Note: "Très honorable avec les félicitations" bewertet. Betreut wurde Frau Dr. Görtz von Prof. Dr. Philippe Bachimon von der Universität Avignon, welche seit 2008 eine Partnerhochschule des Fachbereichs Touristik/Verkehrswesen ist. Diese Partnerschaft fördert nicht nur die Mobilität von Dozenten und Studierenden  und unterstützt die Wahrnehmung des Tourismus in beiden Ländern, seit 2013 wird auch ein Doppelabschluss im Master-Studiengang „International Tourism Management“ angeboten. Prof. Dr. Bachimon forscht an der Universität Grenoble II (Labor PACTE), welches mit der nationalen französischen Forschungsorganisation CNRS verbunden ist. In diesem Labor hat auch Frau Dr. Görtz ihre Forschungsarbeit durchgeführt.

    Abschluss als Jahrgangsbeste
    Frau Dr. Görtz hat 2009 ihr Diplom-Studium am Fachbereich Touristik/Verkehrswesen als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Anschließend war sie bei dem Reiseveranstalter Ameropa Reisen, einer 100%igen Tochter der Deutschen Bahn, im Bereich Strategie Marketing/Vertrieb tätig. „Auch nach meinem Diplom wollte ich mehr dazulernen. Ich habe mich dann an die Professoren der FH Worms gewandt, die mich auf die Möglichkeit eines Promotionsstudiums im Ausland aufmerksam machten und mich bei der Aufnahme unterstützen“, erläutert Frau Dr. Görtz auf die Frage, was sie zur Promotion veranlasst hat. Seit Februar 2014 ist Frau Dr. Görtz Projektleiterin in der Geschäftsentwicklung und Vetriebskanalsteuerung bei der DB Vertrieb GmbH.

    Zum Inhalt der Arbeit:
    10.000 Reisebüros in Deutschland und 4.000 Reisebüros in Frankreich formen die touristische Landschaft und spielen eine wichtige Rolle im Vertrieb touristischer Dienstleistungen. Analysiert wurde die Reisebürodynamik in Frankreich und Deutschland. Dabei konnten Faktoren identifiziert werden, welche die heterogene Entwicklung der beiden Systeme erklären. Frankreich wurde dabei als Vergleichsland gewählt, da es im Vergleich zu anderen Ländern über eine konstante Anzahl an Reisebüros verfügt.

    Das gibt Anlass, den häufig als kausal beschriebenen Zusammenhang zwischen der Zunahme des e-Tourismus und der Abnahme der Anzahl Reisebüros zu hinterfragen. Mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Methoden werden politisch-juristische, räumliche, technische und kulturelle Einflussfaktoren auf die Reisebürostruktur der beiden Länder verglichen. In der Promotion wird aufgezeigt, dass vor allem Unterschiede in der Gesetzeslage die Reisebürostruktur beeinflussen.

    Außerdem nehmen französische Reisebüros in Teilen eine rezeptive Rolle ein, so dass die räumlichen Einflussfaktoren Unterschiede aufweisen. Die Studie weist darauf hin, dass der e-Tourismus eine Profilschärfung der Reisebüros in Richtung Spezialist bewirkt. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Reisebürokunden der beiden Länder sind kleiner als erwartet. Anhand von Beispielen wird gezeigt, dass die touristische Fachpresse einen falschen Eindruck erweckt und Stereotypen zwischen den beiden Ländern verstärkt.

     

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