Horde besinnt sich auf seine Wurzeln – Epos Nibelungen 1.8 / Emotional mitreißendes Ensemble
„Verrat?! - Renn wenn du kannst!“
Die Talentschmiede „Horde“ stellt Jahr für Jahr die hochwertige Arbeit des Teams, das neben Techniken der Bühnenarbeit vor allem die Selbsterfahrung, Reflexion und Fähigkeiten der Jugendlichen fördert, unter Beweis. Foto: Karolina Krüger
VON KAROLINA KRÜGER Back to the Roots! Die Horde zeigte am Sonntag im Kesselhaus wieder das Nibelungenlied – nur ganz anders. Die Themen des Epos sind so alt wie die Menschheit – Liebe, Verrat, Intrige, Tod, Verzweiflung, Macht und Verlust, diese Grundmotive finden sich in der futuristischen Welt der Softwarefirma Balmung, die an einer künstlichen Intelligenz arbeitet, wieder. Diese steht in einem rasanten Wettkampf um die Markteinführung eines sich selbständig weiterentwickelnden Programms, das die Vermessung der Welt und des Menschen verwirklichen soll. Die Geschichte ist bekannt – hier wird der Hüne Hacker, die Amazone begnadete Kontrahentin und als die Firewall fällt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Beeindruckend das Spiel der 20 Jugendlichen.
Emotional mitreißendes Ensemble
Schon in der zweiten oder dritten Generation zeigt sich ein ausdruckstarkes und emotional mitreißendes Ensemble, das durch die selbst erarbeiteten Texte, Lieder und Choreographien den Zuschauer in seinen Bann zieht, Wünsche und Hoffnungen weckt, Ängste schürt und die Verzweiflung greifbar werden lässt. So möchte man den Machern Uwe John, Richard Weber, Josh Maccoy, Jannis Spengler, Domink Breuer, Astrid Perl-Haag und den Helfern dankbar „Die guten Taten, die ein Mensch begeht, bringen ihm Rettung“, zurufen.