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  • Mo., 21. Oktober 2019, 11:42 Uhr
    AUSBILDUNGSBERUFE: Jungen Menschen mit Migrationshintergrund erhielten Einblicke in verschiedene Berufssparten / OB Kessel: Sprache auch der Schlüssel zum beruflichen Erfolg

    Verschiedene Berufe erkunden

    Oberbürgermeister Adolf Kessel (11. von links) übergab die Teilnahmebestätigungen und wünschte den jungen Migranten viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg.


    Erwartungsfroh erschienen zehn Jugendliche mit Migrationshintergrund zum Beginn der diesjährigen „SchauSelbstTour" beim Bildungszentrum Thilo Müller im Hohenstaufenring, um eine Woche lang praktische und theoretische Einblicke in duale Ausbildungsberufe und das Bewerbungsverfahren zu erhalten. Die „SchauSelbstTour", die bereits zum dritten Mal durch die Beauftragten für Migration und Integration, Sabine Müller und Veronik Heimkreitner, und die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Katja Meyer-Höra, durchgeführt wurde, bot den Jugendlichen die Gelegenheit, in verschiedene Berufe hinein zu schnuppern und sich selbst praktisch zu betätigen. Dadurch sollen die Jugendlichen dabei unterstützt werden, den für sie passenden Beruf zu finden, der ihren eigenen Stärken und Interessen entspricht.

    Bewerbertraining

    Am ersten Tag staunten die jungen Männer und Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern nicht schlecht, als sie von Peter Martin Heine von der Handwerkskammer Rheinhessen erfuhren, dass in den über 330 dualen Ausbildungsberufen ein großer Bedarf besteht, davon 130 im Handwerk. Am Nachmittag lernten die „SchauSelbstTour"-Teilnehmer im Bewerbertraining von Steffen Schüpferling, wie eine gelungene schriftliche Bewerbung und ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch aussehen sollten. In den darauffolgenden Tagen erhielten die Migrantinnen und Migranten dann die Gelegenheit, sich in verschiedenen Berufssparten auszuprobieren. Mit Ernst, aber auch viel Spaß, erhielten sie bei den Maltesern von Luise Belger Einblicke in Gesundheits-und Pflegeberufe, lernten den Blutdruck zu messen, Verbände anzulegen und weitere erste Hilfe-Maßnahmen.

    Holz-, Farb- und Elektrobereich

    In der restlichen Zeit erprobten sich die Jugendlichen in Handwerksberufen aus dem Holz-, Farb- und Elektrobereich. Mit sichtlicher Freude und Begeisterung sägten die Jugendlichen für eine Werkzeugkiste die Holzteile aus, bohrten Löcher, schleiften und lackierten die Bretter. Zum Schluss wurde die Kiste zusammengeschraubt und die Jugendlichen hielten ganz stolz das Ergebnis ihrer Arbeit in Händen. Am letzten Tag bekamen sie Einblicke in die Elektroberufe und konnten selbst einfache elektrische Schaltungen zusammenbauen.

    Adolf Kessel überreicht Teilnahmebestätigung

    Um das Engagement und Durchhaltevermögen der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Herbstferien zu würdigen, erhielten sie am letzten Tag ihrer „SchauSelbstTour" von Oberbürgermeister Adolf Kessel ihre Teilnahmebestätigungen. Er betonte dabei, dass das Beherrschen der deutschen Sprache nicht nur unabdingbar für eine erfolgreiche Integration sei, sondern auch der Schlüssel für beruflichen Erfolg. „Das Handwerk und Pflegeberufe haben einen enormen Bedarf an Fachkräften“, hob Adolf Kessel hervor und machte den jungen Leuten Mut, für ihre beruflichen Ziele gute schulische Leistungen zu erreichen. Die „SchauSelbstTour" wurde durch Mittel durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau gefördert.

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