
„Der Nicht-Kampf ist die erste und sicherste Wahl. Warum? Weil der Selbstschutz an oberster Stelle steht!" – Fast schon gebetsmühlenartig predigt Trainer und Großmeister Anton Spindler (6. Dan), TG 1862 Westhofen, seinen Schülern, dass der Rückzug aus einer Gefahrenzone überlebenswichtig sein kann. Leider sei das nicht immer möglich und man müsse sich dem Gegner stellen. „Genau für solche Situationen werden Selbstverteidigungskurse angeboten, wie man sich effektiv zur Wehr setzen kann."
Anfang Februar fand der traditionell zum Jahresauftakt beginnende Selbstverteidigungslehrgang in der Emil-Arheit-Halle in Karlsruhe-Grötzingen unter der Leitung von Kwak Kum-Sik (9. Dan) statt. Mehr als 150 Taekwondo-Sportler reisten dafür aus Baden-Würtemberg, Rheinalnd-Pfalz, Hessen und Bayern an. Auch für Anton Spindler war es eine Selbstverständlichkeit, mit einigen seiner Kampfschülern an dem Angebot teilzunehmen.
Das richtige Verhalten in einer Konfliktsituation ist genauso wichtig wie die Techniken an sich. Das Anwendungsrepertoire reichte von simplen Techniken bis hin zu fortgeschrittenen, komplexen Anwendungen. Nach der Pause gab es die Möglichkeit sein Wissen in besonders anspruchsvollen Situationen, als auch in der Verteidigung gegen Schlag-, Hieb- und Stichwaffen in spezialisierten Übungsgruppen zu vertiefen.