RATHAUS WORMS: „Wormser for Future“ überreicht Petition an Oberbürgermeister Adolf Kessel
„Verstärkt Klimaschutzmaßnahmen ergreifen“
Die Gruppe „Wormser for Future“ überreicht am Freitag vor dem Wormser Rathaus eine Petition an Oberbürgermeister Adolf Kessel. Foto: Rudolf Uhrig
Die Gruppe „Wormser for Future“ überreichte am gestrigen Freitag vor dem Wormser Rathaus eine Petition, der sich mittlerweile 20 „Future-Gruppen“ aus ganz Rheinland-Pfalz angeschlossen haben, an Oberbürgermeister Adolf Kessel. In der Petition fordern sie die Landesregierung dazu auf, die Kommunen mit zusätzlichen Finanzmitteln auszustatten, damit diese auf lokaler Ebene verstärkt Klimaschutzmaßnahmen ergreifen und damit einen wirkungsvollen Beitrag leisten können, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Ebenfalls fordert „Wormser for Future“ von der Stadt Worms u.a. generell alle beeinflussbaren Faktoren zu nutzen, um Worms so schnell wie möglich klimaneutral zu machen.
„Wormser for Future“ – das ist eine Gruppe engagierter Wormser Bürger, die sich für den Klimaschutz in unserer Stadt einsetzt. Die Initiative ist parteipolitisch neutral und ungebunden. Sie treibt die große Sorge um, dass Kindern und Enkelkindern sowie weiteren nachfolgenden Generationen eine Welt hinterlassen wird, in der ein Leben in Wohlstand und Sicherheit nicht mehr möglich sein wird.
Von der Stadt Worms fordern „Wormser for Future“ konkret:
generell alle beeinflussbaren Faktoren zu nutzen, um Worms so schnell wie möglich klimaneutral zu machen;
ab 2022 jährliche CO2-Reduzierungen zu realisieren, um 2035 klimaneutral zu sein und dies permanent zu evaluieren;
Die Stadt soll sich im Rahmen ihrer Handlungsoptionen dafür einsetzen, dass die EWR AG ihr gesamtes Energieangebot bis 2030 aus erneuerbaren Energien gestaltet.
ein schlüssiges Mobilitätskonzept zu verabschieden, das den motorisierten Verkehr aus der Kernstadt innerhalb des Parkrings weitgehend heraushält; die Anteile für Radfahrer und Fußgänger - deutlicher als derzeit geplant - erhöht, den ÖPNV klimaneutral und kundenfreundlich um- und ausbaut und damit u.a. Luft- und Lärmbelastungen verringert.
ein zusammenhängendes Radwegenetz, Radabstellanlagen und artenreiche Grünflächen zu schaffen. Dafür sollen in dem dafür erforderlichen Um- fang Kfz-Fahrspuren umgewandelt und die Zahl der öffentlichen Kfz-Parkplätze reduziert werden.
dass alle Entwicklungs- und Planungskonzepte der Stadt verstärkt unter dem Fokus Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität stehen. Bei allen Maß- nahmen kommen primär ökologische Materialien und Konzepte zur Anwendung. Im Rahmen ihrer Handlungsoptionen (z.B. über Satzungen) soll sich die Stadt bei Neubauten, neuen Quartieren und Sanierungen für öko- logisch-nachhaltige und energieeffiziente Gebäude einsetzen. Vergabeverfahren und Veräußerungsverträge städtischer Grundstücke sollen ab 2022 verbindliche Vorgaben für eine ökologische und CO2-neutrale Nutzung enthalten.
dass grundsätzlich bei allen kommunalen Liegenschaften eine energetisch- optimierte Sanierung durchgeführt wird. Alle geeigneten Dach- und Fassadenflächen sollen Solaranlagen erhalten oder begrünt werden. Die Stadt soll ab 2022 jährlich Quartiere ausweisen, für die förderungsfähige Sanierungsfahrpläne inklusive Solarstrategie und Begrünungskonzept erstellt und umgesetzt werden. Dabei hat die Bestandssanierung Vorrang vor Neubauten. Bis 2030 muss flächendeckend die gesamte Stadt aufgenommen worden sein.
alle genannten Ziele müssen so sozialverträglich wie möglich ausgestaltet werden.
alle Projekte in Sachen Klimaschutz sollen an einer Stelle innerhalb der Stadtverwaltung koordiniert sowie wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.