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  • Fr., 28. März 2014, 09:24 Uhr
    OB Kissel dankt dem scheidenden Behindertenbeauftragten Alfons Henn

    Verwaltung begrüßt Initiative für Behindertenbeirat

    Zum 31. April 2014 Alfons Henn aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Beauftragter für die Belange behinderter Menschen nieder und beendet damit seine ehrenamtliche Tätigkeit in dieser Funktion. „Wir verlieren Alfons Henn als ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten ungern“, so Oberbürgermeister Michael Kissel. „Seit dem 1. April 2010 war er, stets unterstützt von seiner Frau Annemarie, ein engagierter Ansprechpartner für behinderte Menschen und deren Angehörige, ebenso auch für unsere Verwaltung. Dafür gebührt ihm unser herzlicher Dank“, so Michael Kissel nach einem Treffen mit Alfons Henn und seiner Frau im Rathaus. Selbstverständlich sei seine Entscheidung, nun mit Rücksicht auf seine Gesundheit kürzer zu treten, zu respektieren.

    Breit gefächertes Aufgabengebiet
    Das Aufgabengebiet von Alfons Henn war breit gefächert - ob als Ansprechpartner im Rahmen von Planungsprozessen für Stellungnahmen aus Sicht eines Betroffenen, Vermittler von Hilfsangeboten im Hinblick auf die behindertengerechte Gestaltung von Wohnraum oder bei der Herstellung von Kontakten innerhalb der Verwaltung und zu anderen Institutionen, Organisationen und Verbänden zur Gewährung von Hilfen für den Einzelnen oder für den Informations- und Erfahrungsaustausch mit einzelnen Gruppen. Unterstützt wurde er hierbei vom Team des „Bürgerbüros Soziales“, in dessen barrierefreien Räumlichkeiten er an jedem ersten und dritten Montag des Monats seine Sprechstunden abhielt.


    „Besonders hervorzuheben ist der wesentliche Anteil, den Alfons Henn an der Installation tastbarer Bodenleitsysteme in unserer Stadt hat, die es blinden und stark sehbehinderten Menschen ermöglichen, sich selbständig im öffentlichen Verkehrsraum als auch in entsprechend ausgestatteten Gebäuden zu bewegen,“ so Oberbürgermeister Kissel weiter. „In diesem Zuge wurde beispielsweise auch das Rathaus am Marktplatz im Erdgeschossbereich auf seine Anregung hin entsprechend mit Bodenindikatoren ausgestattet.“

    Für das Amt des Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Worms und Umgebung e.V., in dem Alfons Henn sich seither und weiterhin um die Belange behinderter Menschen kümmern wird, wünscht Oberbürgermeister Kissel dem scheidenden Behindertenbeauftragten auch weiterhin viel Erfolg für sein Wirken.

    Erneut eine engagierte Persönlichkeit gewinnen
    Gleichzeitig gelte es nun aber, so Oberbürgermeister Kissel, wieder eine engagierte Persönlichkeit für die ehrenamtliche Tätigkeit des Behindertenbeauftragten zu gewinnen: „Gerade die offene Sprechstunde, in der sich behinderte Menschen und ihre Angehörigen mit ihren Problemen und Anliegen, aber auch mit Anregungen und Vorschlägen allgemein zur Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen unbürokratisch an den Behindertenbeauftragten wenden können, ist mir ein wichtiges Anliegen.“

    Besondere Voraussetzungen oder Kenntnisse müssen für die ehrenamtliche Tätigkeit des Behindertenbeauftragten nicht mitgebracht werden – aber ein Bezug zu den Aufgaben sollte aufgrund der bisherigen Tätigkeiten oder der eigenen Biographie gegeben sein. Wer Interesse am Amt des Behindertenbeauftragten hat, kann sich direkt mit dem „Bürgerbüro Soziales“ in Verbindung setzen. Ansprechpartnerin ist Brigitte Pritsch, Telefon 06241/853-5700. Auch die Interessenvertretungen und Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen werden in direktem Kontakt von Seiten der Stadt eingeladen, interessierte Persönlichkeiten zu benennen.

    Die Belange behinderter Menschen in Entscheidungen der Stadtplanung und Themen der Sozialplanung zu berücksichtigen sowie mehr direkte Partizipation und umfassende Teilhabe für behinderte Menschen zu ermöglichen, wird ein immer wichtigeres Anliegen, dem man im Rahmen des „Aktionsplanes Inklusion“ verstärkt Rechnung tragen müsse, ist sich Oberbürgermeister Kissel mit Sozialdezernent Waldemar Herder und Bereichsleiterin Christine Ripier-Kramer einig. „Wir begrüßen deshalb ausdrücklich die Initiative, einen Behinderten- bzw. Inklusionsbeirat einzurichten“, erklärt OB Kissel mit Blick auf einen Antrag der SPD-Fraktion in der kommenden Stadtratssitzung. Über eine breiter angelegte Beteiligung könne die Vielfalt der unterschiedlichen Anforderungen an Barrierefreiheit und der weiteren Interessen behinderter Menschen noch zielgerichteter erfasst und berücksichtigt werden.

     

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