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Do., 03. Mai 2018, 12:01 Uhr
1. Judo-Club Worms: Tolle Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in Wiesbaden / 39. Wormser Nibelungenturnier am 12. und 13. Mai im BIZ
Veteranen haben ihr Können nicht verlernt
Bernd Jäger im Bodenkampf bei dem Versuch, seinen Gegner in einen Haltegriff zu nehmen.
Am Wochenende fanden im hessischen Wiesbaden die Deutschen Einzelmeisterschaften der Ü30 statt. Der 1. Judo-Club Worms ging mit drei „Veteranen” an den Start. Unter den Teilnehmern ein weit gestreutes Feld mit ehemaligen Bundeligakämpfern bis zum Olympia Bronzemedaillengewinner. Lobend erwähnen muss man auch die anwesenden Fans, welche für eine gute Stimmung in der Halle sorgten. Den Start ins Turnier machte auf Wormser Seite Michael Eich in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Für Michael war es seit vielen Jahren das erste Turnier. An dem Gefühl seit dem frühen Erwachsenenalter nach so vielen Jahren mal wieder auf der Tatami zu stehen, hat sich nichts geändert. „Die Aufregung vor dem Kampf ist immer noch sie selbe”, so Michel Eich. Er startete im Männerbereich M6 bis 90 Kg gegen Albert Mondt. Nach einem Intensiven Griffkampf fand Michael immer besser in den Kampf. Leider wurde er im Boden in einen Haltegriff genommen, aus dem er sich nicht befreien konnte. Durch eine Knieverletzung konnte er im kleinen Finale nicht antreten und beendete das Turnier mit einem fünften Platz.
Umstrittene Entscheidungen
Im Männerbereich M5 -90 Kg startete der Aktiven-Trainer Bernd Jäger. Der WM-Teilnehmer vom letzten Jahr startete gegen Olaf Lange aus Hamburg. Bernd konnte den Kampf offen gestalten und versuchte seinen passiven Gegner stets mit seiner Spezialtechnik zu werfen. Leider konnte Jäger in der Wettkampfzeit keine zählbare Wertung erzielen. Das Kampfgericht entschied fragwürdig seinem Kontrahenten den Sieg zu. Auch im darauffolgenden Kampf konnte Bernd seinen Gegner, der sich sichtlich mit Scheinangriffen über die Zeit brachte, nicht entscheidend werfen. Auch hier musste sich Bernd der umstrittenen Entscheidung beugen und schied vorzeitig aus. Der bis 81 Kg kämpfende Eugen Simon konnte sich nach zwei Siegen ins Halbfinale vorkämpfen. Hier musste er sich nach einer Unachtsamkeit, für die sein Gegner einer Waza Ati-Wertung erhalten hat, geschlagen geben. Im Kampf um Platz 3 traf er auf seinen Dauerrivalen Trauzettel. Beide Kämpfer hatten in der ersten Wettkampfminute bereits zwei Passivitätstrafen. Da sich beide Kämpfer bereits mehrmals auf den Turnieren begegnet sind, wissen beide um die Stärken des anderen. Leider erhielt Eugen eine weitere Bestrafung, was das Ende des Kampfes bedeutete. Somit konnte er einen tollen 5. Platz erreichen.
Als Betreuer standen den Wettkämpfern der aktiven Trainer Norbert Barwig und der Jugendtrainer Patrick Alberti zur Seite. Norbert Barwig war mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. Die Kampfrichterentscheidungen hätte man durchaus auch den Wormser Athleten zusprechen können. Der Blick geht für die Judoka bereits auf den 12. und 13. Mai, wenn in der Turnhalle des BIZ das 39. Wormser Nibelungenturnier stattfindet. Weitere Informationen finden sich hierzu auf www.judoclubworms.de